Beste Freunde trotz toter Kinder? Modi kritisiert Putins Krieg in der Ukraine

Beste Freunde trotz toter Kinder? Modi kritisiert Putins Krieg in der Ukraine

Das Treffen zwischen Indiens Ministerpräsidenten Narendra Modi und Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Moskau war überschattet vom russischen Angriff auf das Kinderkrankenhaus in Kiew.

Der Gast aus Indien erklärte, allen, die an Menschlichkeit glaubten, tue es weh zu sehen, wenn unschuldige Kinder getötet werden.

"Es schmerzt, wenn unschuldige Kinder getötet werden"

Wörtlich sagte der 73-jährige Modi zu Putin:

"Exzellenz, egal ob es sich um einen Krieg, einen Kampf oder einen Terroranschlag handelt, jeden Menschen, der an die Menschlichkeit glaubt, schmerzt es, wenn ein Leben verloren geht. Wenn unschuldige Kinder getötet werden, wenn wir unschuldige Kinder sterben sehen, dann schmerzt es das Herz. Und dieser Schmerz ist sehr furchtbar."

Russlands Armee hatte die Ukraine am Vortag mit einer Angriffswelle überzogen, bei der laut Kiew 38 Menschen getötet wurden.

In dem Kinderkrankenhaus kamen - offenbar durch einen russischen Marschflugkörper - mehrere Menschen ums Leben, viele kleine Patientinnen und Patienten verletzt.

Putin nennt Modi "liebsten Freund"

Der erste Besuch des indischen Regierungschefs in Moskau seit 2019 fand zeitgleich mit dem Nato-Gipfel in den USA statt. Indien und China sind wichtige Handelspartner Russlands, seit es wegen des Kriegs in der Ukraine mit Sanktionen belegt ist.

Putin nannte Modi seinen "liebsten Freund" und die Bilder der beiden mächtigen Männer gingen in den sozialen Netzwerken in Indien viral.

Der indische Regierungschef wurde von Putin auch in der Residenz des russischen Staatschef außerhalb der Hauptstadt empfangen.

Und nicht nur der Präsident der Ukraine beklagte die freundschaftlichen Gesten Modis beim Treffen mit Putin.