Bestechung: Zahl der Korruptionsfälle in Berlin gestiegen

Im vergangenen Jahr wurde in 110 Korruptionsverfahren ermittelt. Bei vielen Vorwürfen fehlen Beweise.

Berlin.  Die Zahl der Korruptionsfälle in Berlin steigt: Im vergangenen Jahr sind bei der Staatsanwaltschaft Berlin insgesamt 110 Korruptionsverfahren mit 185 Beschuldigten eingegangen. Im Jahr zuvor waren es 100 Verfahren mit 170 Beschuldigten. In vielen Fällen ist der öffentliche Dienst betroffen. Allerdings führt nur ein kleiner Teil der Hinweise und Anzeigen auch zu Anklagen und Verurteilungen. Angeklagt wurde in 17 Fällen, 80 Verfahren wurden eingestellt. Bei vielen Vorwürfen fehlen ausreichende Beweise.

Das geht aus dem Tätigkeitsbericht der Berliner Stelle für Korruptionsbekämpfung bei der Staatsanwaltschaft für das vergangene Jahr hervor. Der Bericht liegt der Berliner Morgenpost in Auszügen vor und soll am heutigen Montag von der Justizverwaltung veröffentlicht werden. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) erklärte: "Korruption schadet Berlin nicht nur finanziell, sie untergräbt auch das Vertrauen der Berliner in unsere demokratische und rechtsstaatliche Verwaltung."

Behrendt wies darauf hin, dass die Stelle eines Vertrauensanwalts für Hinweisgeber wieder ausgeschrieben ist. Die Anlaufstelle nimmt auch anonyme Hinweise für Fehlverhalten in der öffentlichen Verwaltung entgegen, bei denen es um Korruptionsstraftaten gehe. Die Stelle des Vertrauensanwaltes war seit rund einem Jahr nicht besetzt und ist seit vergangener Woche im Internet ausgeschrieben. Behrendt hatte bereits Anfang März angekündigt, die Stelle künftig besser ausstatten zu wollen. Statt der bisherigen 500 Euro liegt...

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