Bestes Ergebnis seit Finanzkrise - Die Kommunen und ihre Milliarden

Otto Zellmer

Die Kämmerer dürfen den Rotstift beiseite legen: Gemeinden und Städte erzielen einen Rekord-Überschuss – doch die Lage ist nicht ganz so rosig.

München/Wiesbaden - Es ist das beste Ergebnis seit der 2008 weltweit ausgebrochenen Finanzkrise, welches das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern für Deutschlands Kommunen ausgewiesen hat: Die Gemeinden und Gemeindeverbände haben ohne die drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen im vergangenen Jahr einen Milliarden-Überschuss erzielt.

Deutschland: Der Überschuss liegt bei rund 5,4 Milliarden Euro. Das sind 2,2 Milliarden Euro mehr als noch im Jahr 2015. Die Kommunen haben insgesamt 247 Milliarden Euro eingenommen und 241,6 Milliarden Euro ausgegeben. Vor allem die sprudelnden Steuereinnahmen lassen die Kassen der Gemeinden und Gemeindeverbände klingeln: 89,8 Milliarden Euro sammelten sie ein, ein großer Batzen geht auf das Konto der Gewerbesteuer (38,3 Milliarden Euro).

Zudem beteiligten sich Bund und Länder mit mehr Geld an den kommunalen Sozialleistungen. So erhöhten sich die Zuweisungen und Kostenerstattungen um zwölf Prozent auf 89,7 Milliarden Euro. Bei den Ausgaben legten die Sozialleistungen mit einem Plus von knapp zehn Prozent auf 59,3 Milliarden Euro besonders stark zu. Dabei schnellten die Kinder- und Jugendhilfe und die Leistungen für Asylbewerber in die Höhe.

Bayerische Kommunen mit größtem Anteil am Überschuss

Bayern: Den größten Anteil am deutschlandweiten Überschuss der Kommunen tragen Bayerns Gemeinden und Gemeindeverbände mit Mehreinnahmen von 1,9 Milliarden Euro bei – ein Plus von satten 500 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2015. Die kommunalen Haushalte haben 2016 im Freistaat 40,8 Milliarden Euro eingenommen. Da sind 4,3 Prozent beziehungsweise 1,7 Milliarden Euro mehr als 2015.
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