Bestseller-Autor schreibt Brandbrief: Lieber Senat, rettet unseren Kiez!

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Michel Ruge wuchs im Rotlicht-Milieu auf St. Pauli auf. Sein Buch „Bordsteinkönig“ über seine wilde Jugend wurde zum Bestseller. In der MOPO schreibt er einen Brandbrief an den Hamburger Senat. Tenor: Rettet unseren Kiez! Lieber Senat, dieser Tage laufe ich die Reeperbahn entlang und halte alle 30 Meter an. Für einen Schnack. Der beginnt auf St. Pauli mit einem derben Witz oder einem Augenzwinkern, gefolgt von Gossip aller Art. Dieser Tage ist das anders. Michel Ruge appelliert: Rettet unseren Kiez! St. Pauli ist wohl das Viertel in Hamburg, das die größten Umwälzungen erlebt hat, das sich immer wieder neu erfinden musste und das, weil es sich nie untreu wurde, eine eigenständige und einzigartige Kultur entwickelt hat. So oft es auch totgesagt wurde, hat es jedem Wandel am Ende etwas Neues abgerungen. Hat so seine einzigartige DNA stetig fortgeschrieben und sich im Kern dennoch nie verändert: Immer waren hier alle sozialen Schichten willkommen. Oben, unten, Herkunft, sexuelle Vorlieben, politische Gesinnung, das war egal, solange man dem anderen mit Respekt begegnete. Das könnte Sie auch interessieren: Merkel und Länder beschließen drastische Corona-Maßnahmen Und so ist es keine verklärende Romantik, wenn ich an die Zeiten erinnere, in denen St. Pauli ein wildes, lebendiges und pulsierendes Gemisch aus Gaunern, Huren, Seemännern, Tagelöhnern und -dieben, Künstlern, Medienleuten, Clochards, Wirtschaftsbossen, Privatiers und Alkoholikern aus allen Schichten war, die sich nach einer gemeinsamen Nacht in den Armen lagen. Eine kurze Berührung vielleicht, keinesfalls eine oberflächliche. Denn die Oberflächlichkeit kam erst später. Folgte...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo