Besuch am Schreibtisch: Das sind die Büros von Berlins Bezirksbürgermeistern

Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf arbeitet an einem großen Konferenztisch, nutzt davon aber nur die Kopfseite

Berlin. Der eine steht sogar auf seinem Schreibtisch, der andere nutzt ihn nur zur Aktenablage – für die meisten jedoch ist es einfach nur ein Möbelstück, das praktisch sein muss: die Schreibtische der Berliner Bezirksbürgermeister. Die Berliner Morgenpost hat ihnen über die Schulter geschaut, wo sie arbeiten – in ihren Bürgermeisterzimmern in den Rathäusern der Bezirke – und wie es dort eigentlich aussieht. In der wachsenden Stadt Berlin mit ihren 3,7 Millionen Menschen (Stand Ende 2017) gibt es auch in den Bezirken viel zu tun.

Jeder Berliner Bezirk ist eine Großstadt in der Metropole Berlin, Pankow mit aktuell knapp 403.000 Bewohnern ist der bevölkerungsreichste. Der Stadtstaat Berlin hat eine zweistufige kommunale Verwaltung, auf Bezirks- und Senatsebene. Die "Aufgaben von gesamtstädtischer Bedeutung" sind Landessache, die Bezirke sind vorrangig für die Angelegenheiten vor Ort zuständig – etwa für die Kultur, die Grünflächen oder auch die Schulen. Rechtlich eigenständige Gebietskörperschaften sind sie nicht, sie stehen unter der Fachaufsicht der Landesregierung. Sonst wäre Berlin keine Einheitsgemeinde. Aber mit der wachsenden Stadt wachsen auch in den Bezirken die Aufgaben: Wäre Pankow eine eigenständige Stadt, stünde sie einwohnermäßig hinter Duisburg auf Platz 16 im bundesweiten Städtevergleich. Auch die anderen Berliner Bezirke sind heute Verwaltungseinheiten mit jeweils mehreren Hunderttausend Einwohnern. Spandau hat mit rund 241.000 (Stand Mitte 2017) die wenigsten.

In den Ra...

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