Betroffene schämen sich - Trickbetrug: So leiden die Opfer

Ralph Hub

Ein falscher Polizist schwatzt einer 80-Jährigen aus München bei einem Telefonanruf 5000 Euro ab. Er setzt die Rentnerin massiv unter Druck, behauptet, sie habe Falschgeld in Umlauf gebracht.

München - Der Gedanke an das verlorene Geld schmerzt Johanna B. (Name geändert), doch noch viel mehr ärgert die 80-Jährige, das sie sich von einem windigen Gauner so aufs Kreuz hat legen lassen.

"Ich schäme mich so", sagt Johanna B. Dabei presst sie die Hände fest zusammen, bis die Fingerknöchel weiß anlaufen. "Ich habe lange keinen Verdacht geschöpft, bis es zu spät war." Dabei schüttelt die Münchnerin immer wieder den Kopf. Irgendwie kann sie es bis heute nicht fassen, dass sie so gutgläubig war.

Am Montag letzter Woche klingelt ihr Telefon. Ein Mann meldet sich, behauptet er sei Polizist. Johanna B. sei im Präsidium vorgeladen worden, aber nicht erschienen. Dann beginnt der Mann der Rentnerin richtig Angst zu machen. Sie habe mit einem falschen 50-Euro-Schein bezahlt. Sie habe Falschgeld in Umlauf gebracht – eine schwere Straftat, für die man ins Gefängnis kommen kann.

Johanna B. hatte nie zuvor mit der Polizei zu tun.
Den ganzen Artikel lesen Sie hier

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen