Weihnachtstrubel: Amazon-Kund*innen verstärkt im Visier von Betrügern

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Amazon-Kund*innen sind derzeit verstärkt das Ziel von Betrügern. Im Namen des Versandhändlers verschicken sie E-Mails und drohen mit Sperrung des Kontos sowie der Stornierung aller Bestellungen.

Das Amazon-Logo auf einem Versandkarton. (Bild: Getty Images)
Vorsicht bei angeblichen E-Mails von Amazon! (Bild: Getty Images)

Weihnachtsgeschenke online shoppen – das ist zu Corona-Zeiten mehr angesagt denn je. Anlaufstelle für den Einkauf ist dann natürlich auch für viele Menschen der Online-Marktplatz von Amazon.

Das machen sich derzeit wieder einmal Cyber-Kriminelle zunutze, um im großen Stil Phishing-E-Mails zu verschicken und so an sensible Daten zu gelangen.

Bereits in der Vergangenheit kursierten gefälschte E-Mails, in denen Kund*innen angeblich von Amazon gebeten wurden, ihre Kontodaten zu aktualisieren. Wer auf den in der Nachricht enthaltenen Button klickte, tappte in die Falle.

Drohung soll Druck erhöhen

Den Trubel vor Weihnachten nutzen die Betrüger nun, um erneut einen Angriff auf Amazon-Kund*innen zu starten. Die Betreffzeile der E-Mail lautet: "Bitte aktualisieren Sie Ihre Zahlung innerhalb von 24 Stunden".

Angeblich seien Unstimmigkeiten bei den Kontodaten festgestellt worden. Deshalb habe man alle Bestellungen gestoppt. Um den Druck auf die Empfänger*innen weiter zu erhöhen, wird mit Stornierung aller Bestellungen gedroht, wenn Kund*innen nicht innerhalb von 24 Stunden ihre Daten aktualisieren. Deutlich machen soll das zusätzlich ein schwarzer Kasten mit roter Schrift.

So sieht die aktuelle Betrugs-E-Mail aus, die im Namen von Amazon verschickt wird. (Bild: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein)
So sieht die aktuelle Betrugs-E-Mail aus, die im Namen von Amazon verschickt wird. (Bild: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein)

"Auch in dieser Mail steht der Erhalt sensibler Kundeninformationen im Vordergrund. Wir raten deshalb, sämtliche Aufforderungen zur Dateneingabe zu ignorieren und die E-Mail unbeantwortet zu löschen", rät die Verbraucherzentrale, die derzeit vor der betrügerischen E-Mail warnt.

So stellen Sie fest, ob eine E-Mail von Amazon stammt

In allen Fällen gilt: Klicken Sie niemals auf Buttons oder Links in den E-Mails und verschieben Sie derartige Anschreiben ohne zu antworten in den Spam-Ordner.

Amazon bittet seine Kund*innen niemals, Daten per E-Mail zu übermitteln und fordert auch niemals dazu auf, Zahlungsinformationen zu aktualisieren, die sich nicht auf eine aktuell vom Kunden aufgegebene Amazon-Bestellung oder einen abonnierten Amazon-Service-beziehen.

Wer Zweifel an der Echtheit einer E-Mail hat, kann direkt auf der Amazon-Seite überprüfen, ob die Nachricht echt ist. "Gehen Sie zu 'Meine Bestellungen'. Wenn Sie auf unserer Website nicht dazu aufgefordert werden, Ihre Zahlungsarten zu aktualisieren, handelt es sich bei dieser E-Mail um eine Fälschung", erklärt Amazon in seinem Kundenservice-Bereich.

Auf den Hilfeseiten von Amazon finden Sie auch weitere Informationen zu allen Betrugsversuchen im Zusammenhang mit dem Online-Versandhaus. Weitere Informationen zu diesem und anderen Betrugsversuchen finden Sie zudem hier auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale.

Im Video: Italien - Kartellbehörde verhängt Milliardenstrafe gegen Amazon

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