Betrugs-Verdacht: Razzien in Belgien, England und Monaco

Betrugs-Verdacht: Razzien in Belgien, England und Monaco

Zu Razzien im Zuge der Ermittlungen wegen Betrugs im Zusammenhang mit Fußball-Transfers ist es am Mittwoch in Belgien, England und Monaco gekommen. Dabei wurden zwei Personen, darunter ein Spielerberater, vorläufig festgenommen. Das gab die belgische Staatsanwaltschaft bekannt.
Bei dem im Fürstentum Monaco festgesetzten Spielerberater soll es sich laut AFP um Christophe Henrotay handeln. Dieser managt unter anderem Belgiens Nationaltorwart Thibaut Courtois. 
Es wurden Dienstag und Mittwoch vier Razzien in Monaco, zwei in Lüttich und eine in London vorgenommen. Laut Darstellung der Staatsanwaltschaft geht es um den Verdacht der Geldwäsche und privaten Korruption im Zusammenhang mit Fußball-Transfers.
"Diese zweite Welle an Durchsuchungen folgt der ersten Operation Ende April, die die Geschäftsstelle des RSC Anderlecht und des belgischen Verbandes zum Ziel hatte", heißt es in der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft in Brüssel. Am 24. April hatte es bereits fünf Razzien gegeben. Schon im vergangenen Jahr hatte es erste Ermittlungen in dieser Angelegenheit gegeben, dabei wurden Anklage gegen 20 Personen, Berater, Schiedsrichter und Funktionäre, erhoben.
Bei den jüngsten Ermittlungen geht es unter anderem um den Transfer des serbischen Angreifers Aleksandar Mitrovic im Jahr 2015 vom RSC Anderlecht zu Newcastle United. Bereits Ende April hatte es groß angelegte Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Verdachtsfall gegeben.