Betrugsmasche verbreitet sich auf Meta Messenger

Gefälschte Links und eine Betrugsmasche, die falsche Gewinne verspricht: Auf dem Meta Messenger verbreitet sich derzeit ein Phishing-Versuch.

Auf dem Meta Messenger werden derzeit Links geteilt, die auf diverse Betrugsseiten leiten
Auf dem Meta Messenger werden derzeit Links geteilt, die auf diverse Betrugsseiten leiten. Foto: Symbolbild / gettyimages

Betrugsmasche via Meta Messenger: Auf dem ehemaligen Facebook-Messenger verbreiten sich derzeit betrügerische Links. Wer drauf klickt, läuft Gefahr, private Daten preiszugeben und teure Abonnements abzuschließen.

Datenklau und teure Abos

„Betrüger sind derzeit mit betrügerischer Werbung oder fingierten Gewinnbenachrichtigungen beim Meta Messenger unterwegs. Empfänger sollen auf einen Link klicken, der angeblich zum sozialen Netzwerk TikTok führt, aber umgeleitet werden.“

So wird Jiri Kropac in einer aktuellen Sicherheitswarnung des Virenschutzanbieters Eset zitiert. Kropac, der Leiter des unternehmenseigenen Forschungslabors in Brünn, erklärt weiter: „In Deutschland sehen wir insbesondere Fälle von vermeintlichen Gewinnen. Hierzu sollen Nutzer persönliche Daten angeben, die dann zu einem teuren SMS-Abo führen.“

Betrug erkennt Betriebssystem

Das perfide an der Betrugsmasche ist, dass die Meta-Nachrichten auf den ersten Blick wie eine vermeintliche Nachricht von Kontakten aus der Freundesliste aussieht. Darin verlinkt ist ein angebliches Tiktok-Video. Wer klickt, wird aufgefordert, die App herunterzuladen oder sich für einen kostenpflichtigen Dienst anzumelden.

Branchenverband: Ende der Chipkrise in Sicht

Besonders gerissen ist, dass das Betriebssystem des Opfers erkannt wird. Je nachdem, ob es sich um Android, iOS, macOS oder Windows handelt, wird die passende Betrugs-App geliefert. Das macht den Klick auf den ersten Blick unverdächtig. Zusätzlich verbreitet sich der Betrug über die eigenen Meta-Kontakte und Chatgruppen, die ausgespäht werden, weiter.

Bitte zahlen

Wie Eset schreibt, werden Nutzer*innen mobiler Geräte statt auf Tiktok, auf andere Webinhalte geleitet. Meist handelt es sich „um eine betrügerische und irreführende Werbung für die Express VPN oder VPN Super Speed App“. Alternativ kann es auch sein, dass eine Seite mit einem Youtube-Klon geöffnet wird. Gleich ist, dass wiederum eine App installiert werden soll, um das zuvor angepriesene Video zu schauen.

Es wurden aber auch andere Weiterleitungen des Links gesehen, darunter Spiel- oder Glücksspielportale „mit obligatorischer Registrierung“. Auch führt der Klick auf den Link bei manchen Nutzer*innen zu Inhalten für Erwachsene, also Videoportale, kostenpflichtige Chats oder Dating-Seiten. Was immer gleich ist: Die Angreifer versuchen, ihre Opfer zur Zahlung zu bewegen.

Empfehlung: Beim Kontakt nachfragen

Eset gibt deshalb die folgenden drei Tipps:

  1. Schauen Sie sich die Nachrichten genau an: Achten Sie auf Rechtschreibung und Grammatik. Häufig fällt hier bereits auf, dass etwas nicht stimmen kann.

  2. Klicken Sie nicht einfach auf Links: Auch wenn der Inhalt noch so verlockend erscheint, sollten Sie misstrauisch bleiben und nicht sofort auf enthaltene Links klicken. Im aktuellen Fall fragen Sie bei Ihrem Kontakt, ob die Nachricht korrekt ist.

  3. Installieren Sie eine moderne Sicherheitslösung: Diese erkennt frühzeitig potenziell unerwünschte Anwendungen und warnt vor Phishing-Webseiten.

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