Betrunkener Mann verklagt Wirt - und wird zum Millionär

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Ein Texaner, der sich vor zwei Jahren bei einer Bar-Schlägerei verletzte, hat den Wirt verklagt und nun vor Gericht einen Schadensersatz in Millionhöhe zugesprochen bekommen.

Einer dieser Männer könnte schon bald ein Millionär sein. (Symboldbild: Getty)
Einer dieser Männer könnte schon bald ein Millionär sein. (Symboldbild: Getty)

Wenn man sich in einer Bar betrinkt und danach in eine Prügelei gerät, liegt normalerweise zumindest ein wenig Schuld auch bei einem selbst. Doch Daniel Rawls aus Texas sah die Sachlage ein wenig anders. 

Rawls hatte sich am 21. Mai 2019 im Restaurant La Fogata in Andrews im Westen des US-Bundesstaats betrunken. Nach dem Verlassen des Lokals geriet er mit einem anderen Gast auf dem Parkplatz aneinander. Es kam zu einem Handgemenge und einer handfesten Schlägerei, bei der Rawls Kopfverletzungen erlitt.

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Anklage wegen Fahrlässigkeit

Vor Gericht behauptete sein Anwalt nun, dass der Restaurantbesitzer Lourdes Galindo eine Mitverantwortung für die Verletzungen trüge, weil sie vermieden worden wären, hätte er seinem Klienten nicht weiter Alkohol ausgeschenkt. Dem Besitzer und dem Barkeeper des La Fogata wurde vorgeworfen, beiden an der Schlägerei beteiligten Männern auch dann noch Getränke serviert zu haben, als sie schon sichtbar angetrunken waren. Auch habe Galindo nicht dafür gesorgt, dass auf dem Parkplatz keine Stolperfallen und Hindernisse zu finden seien. Zudem soll er auch nach Verletzung keinen Krankenwagen gerufen haben.

Das Gericht gab den Vorwürfen der Fahrlässigkeit und des "vorhersehbaren kriminellen Verhaltens" recht und verdonnerte den Restaurantbesitzer zu einer Schadensersatzzahlung von 5,5 Millionen US-Dollar (umgerechnet 4,7 Millionen Euro). Galindo hat nun 30 Tage Zeit, um Einspruch gegen das Urteil zu erheben und das Verfahren erneut aufnehmen zu lassen.

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