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Better Life: Warum Hunde keine Markknochen fressen sollten

Ab und an ein Knochen ist für Hunde eine leckere Abwechslung, mit der sie gleich noch etwas Gutes für ihre Zähne tun. Markknochen sind allerdings ein spezieller Fall, bei dem zumindest Vorsicht geboten ist.

Markknochen auf einem Schneidebrett
Die meisten Hunde lieben Markknochen. Wirklich empfehlenswert ist deren Verzehr aber nicht. (Foto: Getty)

Dass Hühnerknochen für Hunde schnell gefährlich werden können, ist unter Halter*innen ziemlich bekannt. Die Knochen sind spröde, brechen beim Daraufherumkauen schnell durch und haben dann besonders scharfe Kanten, die ein hohes Verletzungsrisiko bergen. Aus diesem Grund sollten Hunde tatsächlich niemals Hühnerknochen zu Fressen bekommen.

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Doch es gibt auch durchaus noch andere Knochen, vor deren Verzehr neben manchen Tierärzt*innen auch zahlreiche Videos in den sozialen Netzwerken warnen: Markknochen. Diese stammen aus den Röhrenknochen von Rind oder Kalb und enthalten das Knochenmark, das Hunde allzu gerne herauslecken Aber Vorsicht, genau hier kann es zu einem ernsten Problem kommen: Der harte, runde Knochen schiebt sich im Eifer des Gefechts über den Unterkiefer und hängt dann hinter den Eckzähnen fest. Oder der Knochen gerät über die Zunge und kann diese regelrecht abschnüren.

So oder so eine sehr unangenehme Situation für die Tiere, die regelrecht in Panik verfallen und sich beim Versuch, den Knochen mit den Pfoten zu entfernen, noch zusätzlich verletzen können. Wie eine Kleintierpraxis auf ihrer Webseite schreibt, droht den Hunden sogar die Amputation der Zungenspitze, falls Teile der Zunge zu lange abgeschnürt waren. Und auch, wenn der Markknochen über dem Unterkiefer sitzt, müssen die Hunde in Narkose versetzt werden, um den Knochen dann aufsägen zu können.

Vorsichtsmaßnahmen beim Verzehr von Markknochen

Solltest du deinem Hund die zugegeben leckeren Markknochen nicht gänzlich verwehren wollen, solltest du zumindest auf ein paar Dinge achten. Dazu gehört auf jeden Fall, den Hund nicht mit dem Knochen unbeaufsichtigt zu lassen. Zur Sicherheit kannst du den Markknochen auch in der Mitte teilen. Dabei ist zu beachten, dass Markknochen besonders hart sind. Dementsprechend können sie auch harte, scharfe Kanten haben und sogar die Zähne des Hundes verletzen, sofern er zu fest darauf herumkaut. Sehr große Hunde könnten einen Markknochen auch im Ganzen verschlucken, was natürlich ebenfalls nicht passieren sollte.

Labrador mit großem Knochen im Maul
Große Hunde wie dieser Labrador vertragen ab und zu auch einen großen Knochen. (Foto: Getty)

Welche Knochen sind besser geeignet?

Generell ist nichts dagegen einzuwenden, seinem Hund von Zeit einen Knochen zu geben. Das enthaltene Kalzium unterstützt den Muskelaufbau, das Reiben des Knochens an den Zähnen entfernt Beläge, und die meisten Hunde lieben es einfach. Ganz grundsätzlich eignen sich große Knochen eher für große Hunde und kleine für kleinere. Hunde, die zum Schlingen neigen, sollten im Zweifel lieber größere Knochen bekommen, die sie nicht ganz verschlucken können. Die Knochen sollten roh und nicht gekocht sein, da Hitze die Knochen porös macht. Wegen der Verletzungsgefahr für das Gebiss sollten Hunde erst dann Knochen bekommen, wenn sie ausgewachsen sind.

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Aber auch erwachsene Hunde müssen an den Umgang mit Knochen erst gewöhnt werden. Für den Start am besten geeignet sind Knochen von jüngeren Tieren wie Kälbern oder Lämmern, da diese weicher sind. Auch Putenhälse sind relativ weich und leicht verdaulich. Das ist wichtig, weil sich auch der Magen erst an die neue Kost gewöhnen muss.

Bei aller Liebe sollte man es mit den Knochen aber nicht übertreiben. Ein Knochen pro Woche ist ein guter Richtwert.

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