Bevölkerungsstatistik: Nahverkehr, Mieten, Kitas: Das macht der Zuzug mit Berlin

Berlin braucht mehr S-, U- und Straßenbahnen als bisher geplant.

Berlin. Immer mehr Menschen zieht es nach Berlin. 2016 wuchs die Stadt unterm Strich um 54.200 Frauen und Männer, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit dem Mauerfall.

Am Silvestertag 2016 hatte die Hauptstadt 3,575 Millionen Einwohner. Der Zuwachs lag bei 1,6 Prozent und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr beschleunigt, als die Rate 1,4 Prozent betrug. Eine abschließende Bevölkerungszahl für 2017 gibt es noch nicht, die Melderegister zeigen jedoch, dass es weiter mehr Menschen in die Stadt zieht als hinaus.

"Berlin wächst und wird jünger", erläuterte das Amt. Denn vier von fünf Neubürgern waren 2016 zwischen 18 und 30 Jahren alt, während Menschen über 60 Jahren der Stadt eher den Rücken kehren. Im Schnitt waren Berliner 42,6 Jahre alt, 53 Tage jünger als ein Jahr zuvor. Berlin wächst vor allem, weil Ausländer kommen. Rechnet man sie heraus, wäre die Stadt um 5400 Einwohner geschrumpft. Knapp 600.000 Berliner haben keinen deutschen Pass. Die Ausländerquote lag bei 16,7 Prozent und damit 1,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Während Berlin um die Jahrtausendwende noch Einwohner verlor, wächst die Metropole seit 2005 kontinuierlich - nicht nur durch Zuzug, sondern seit zehn Jahren auch durch einen Geburtenüberschuss.

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