Bewegung im Ukraine-Konflikt - Russland plant Gefangenenaustausch

In den Konflikt um 24 inhaftierte ukrainische Matrosen in Moskau kommt Bewegung. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Russlands Staatsoberhaupt Vladimir Putin bemühen sich um eine Lösung.

Die Ukraine hat einem Gefangenenaustausch mit Russland zugestimmt. Die Matrosen waren beim Versuch, aus dem Schwarzen Meer ins Asowsche Meer zu gelangen, von der russischen Küstenwache gewaltsam gestoppt und festgesetzt worden.

Den Männern drohen bis zu sechs Jahre Haft. Nach russischer Auffassung hätten sie die Durchfahrt anmelden müssen. So aber hätten sie die Staatsgrenze Russlands verletzt.

Die Angehörigen der ukrainischen Seeleute haben sich nun auf den Weg gemacht um am Gerichtsverfahren in Moskau teilzunehmen.

"Er jammert nie, weint nicht und verliert nicht den Mut. Er sagt Mama, ich kann alles aushalten, ich bin ein starker Mann. Er sagt, ich bin stolz auf dich, dass du mich so erzogen hast und mir eine Richtung im Leben gegeben hast. Das sind alles politische Spiele, unsere Kinder haben damit nichts zu tun".

Putins Sprecher Dmitri Peskow signalisiert, was nun in Kiew und Moskau fast schon als abgemachte Sache gilt. Schon bald dürften alle oder fast alle Gefangenen auf beiden Seiten auf freien Fuß kommen.