Bewegung wächst: 3000 Menschen demonstrieren auf Roncalliplatz in Köln für Europa

„Pulse of Europe“ ist eine Pro-Europa-Bewegung mit Wurzeln in Frankfurt am Main.

Der Bahnhofsvorplatz ist zu klein geworden, die Kölner Organisatoren der wöchentlichen Kundgebung „Pulse of Europe“ sind am Sonntag auf den Roncalliplatz umgezogen, um für Europa und gegen Nationalismus zu trommeln. Echte Trommeln waren dort kaum zu sehen, dafür andere Instrumente. Denn am Ende sollte gemeinsam die Europa-Hymne „Ode an die Freude“ geschmettert werden – samt selbstgemachter musikalischer Begleitung.

Bewegung aus Frankfurt am Main

„Pulse of Europe“ ist eine Pro-Europa-Bewegung mit Wurzeln in Frankfurt am Main. Mittlerweile ist sie auf viele Städte übergeschwappt und gewinnt an Zuspruch. „Jede Woche kommen 500 bis 1000 Leute dazu“, sagt Christophe Kühl, der zusammen mit seiner Frau Elisabeth seit Anfang Februar regelmäßig die Kölner Sonntags-Demos auf die Beine stellt.

Am Wochenende sprach die Polizei von 600 Teilnehmern, doch laut Kühl waren es weitaus mehr. Seinem jüngsten Aufruf folgte offenbar ein neuer Teilnehmer-Rekord: Der 46-jährige Organisator schätzt, dass zwischen 2500 und 3000 Besucher den Roncalliplatz bevölkerten. Die Demonstration am Samstag vor dem Maritim-Hotel war weitaus kleiner, hatte aber einen ähnlichen Hintergrund. Hier protestierten etwa 20 Menschen gegen den dort geplanten AfD-Parteitag.

Nächste Kundgebung bereits geplant

Auf dem Roncalliplatz am Sonntag schwenkten die Teilnehmer Europa-Flaggen, blaue EU-Luftballons und applaudierten mehreren Rednern, die den europäischen Gedanken beschworen. „Viele haben Angst, dass die nationalistischen Kräfte an die Macht kommen und Europa auseinander bricht“, sagt Kühl: „Wir können nicht mehr sitzen bleiben und hoffen, dass die Wahlen alle gut verlaufen.“ Themen wie Umweltschutz und Migration könnten die Staaten nur gemeinsam angehen.

Michael Rheinländer und seine Frau Dagmar waren aus Zollstock gekommen. „Weil ich finde, dass der Nationalismus ein Schuss in den Ofen ist“, sagt der 56-Jährige mit dem Euphonium im Arm. Das Blechblasinstrument setzte er schließlich erfolgreich im Sinne der Völkerverständigung ein. Die „Ode an die Freude“ klang jedenfalls vielversprechend. Am kommenden Sonntag, 14 Uhr, soll der „Pulse of Europe“ erneut am Dom in die Höhe schnellen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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