Bezirksorientierte Mittel: Sülz bekommt Geld für Waisenhaus-Denkmal

Die Bezirksmittel stehen zur Umsetzung verschiedener Projekte bereit.

Auf dem Gelände zwischen Sülzgürtel, Münstereifeler Straße und Anton-Antweiler-Straße werden künftig drei riesige Kieselsteine daran erinnern, dass sich dort einst Europas größtes Waisenhaus befand. So viel steht bereits fest.

Der Wettbewerb, den der Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Sülz ausgeschrieben hatte, ist abgeschlossen. Der Entwurf der Künstler und Architekten Anja Ohliger und Ulrich Beckefeld, nach dem drei steinerne Mahnmale auf dem Gelände aufgestellt werden, hat gesiegt.

Finanzierung noch unklar

Noch ist allerdings nicht ganz sichergestellt, wie das Projekt finanziert wird. Die Bezirksvertretung Lindenthal hat nun dafür schon einmal einen großen Betrag beigesteuert. 8000 Euro hat sie aus den bezirksorientierten Mitteln dem Förderverein für sein Projekt zur Verfügung gestellt. „Das ist eine wahnsinnig große Hilfe“, sagt Vorstandsmitglied Utz Küpper.

Grob geschätzt 70 000 Euro muss der Verein für die Verwirklichung seines Vorhabens aufbringen. Der Landschaftsverband Rheinland wird die Hälfte übernehmen. Doch die restliche Summe muss der Verein noch auftreiben. Durch den Zuschuss der Bezirkvertretung ist diese Summe nun ein Stück überschaubarer.

Die bezirksorientierten Mittel sind dafür vorgesehen, Vereinen, Schulen und Organisationen im Viertel gezielt bei kulturellen oder sozialen Projekten und Programmen finanziell zu unterstützen, die sie ohne Hilfe nicht stemmen könnten. Die Bezirksvertretungen beschließen alljährlich darüber, wie das Geld verteilt wird. Seit 2016 steht ihnen ein höherer Betrag zur Verfügung. Er setzt sich aus einem Sockelbetrag in Höhe von 30 000 Euro plus 65 Cent pro Einwohner zusammen.

So stehen den Politikern Lindenthals – der bevölkerungsreichste Stadtbezirk – nun pro Jahr 126 000 Euro zur Verfügung. Und so können sie wichtige Projekte besser unterstützen als bisher. „Wir haben nun ein wenig mehr Gestaltungsmöglichkeiten“, freut sich der stellvertretende Bezirksbürgermeister Roland Schüler. „Wir sind froh, dass wir die vielfältigen Bürgeraktivitäten jetzt angemessener honorieren können.“

So enthält der aktuelle Beschluss, mit dem Mittel verteilt werden, zahlreiche Posten. 4000 Euro erhält beispielsweise der Sozialdienst Katholischer Männer für ein Projekt zur Qualifizierung geflüchteter Männer im Flüchtlingswohnheim Marsdorf. Der Vfb Lövenich erhält 4000 Euro um Sportgeräte für den Sport-Treff in Lövenich anzuschaffen. 3000 Euro bekommt das Juzi Köln für ein Theater- und Musikprojekt. Ebenfalls 3000 Euro gehen an den Förderverein Kirchenmusik St. Nikolaus und Karl Borromäus für sein Konzertprogramm „Sülzer Abendmusiken“ 2017.

Weitere Mittel gingen an Schulen

Weitere höhere Beträge aus den bezirksorientierten Mitteln wurden an Schulen, Organisationen und Vereine vergeben: 2700 Euro erhält zum Beispiel das Schiller-Gymnasium in Sülz für ein Klassentraining von „Wir für Pänz“ zur Gewaltprävention. Jeweils 2000 Euro erhalten das Georg-Büchner-Gymnasium in Weiden für eine Projektwoche und die Gemeinschaftsgrundschule Mommsenstraße für eine Spiezeugausleihe....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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