BGH urteilt über getrickste Autodurchsuchung bei Drogenkurieren

Bundesgerichtshof in Karlsruhe

Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet am Mittwoch (15.00 Uhr), ob Drogenfahnder künftig auf einen beliebten Trick bei der Jagd nach Drogenkurieren verzichten müssen. Hatten sie bislang einen Drogentransport per Auto im Blick und wollten Hintermänner nicht aufscheuchen, ließen sie das Auto durch Streifenpolizisten etwa wegen einer Tempoüberschreitung kontrollieren. Dabei wurden dann "zufällig" die Drogen entdeckt.

Auf die Klage eines so ertappten Kokaintranporteurs entscheidet der BGH nun, ob solche Durchsuchungen nur mit richterlichem Beschluss zulässig sind. Dies würde Fahndern zufolge zwangsläufig die verdeckten Ermittlungen offenbaren und gefährden.

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