Biden bezeichnet Japan und Indien bei Spendenveranstaltung als "fremdenfeindlich"

Bei einer Veranstaltung zur Sammlung von Spenden hat US-Präsident Joe Biden Japan und Indien in einer Reihe mit China und Russland als "fremdenfeindlich" bezeichnet. (Mandel NGAN)
Bei einer Veranstaltung zur Sammlung von Spenden hat US-Präsident Joe Biden Japan und Indien in einer Reihe mit China und Russland als "fremdenfeindlich" bezeichnet. (Mandel NGAN)

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Washington hat US-Präsident Joe Biden Japan und Indien in einer Reihe mit China und Russland als "fremdenfeindlich" bezeichnet und damit für Verwirrung gesorgt. "Warum geht es China wirtschaftlich so schlecht? Warum ist Japan in Schwierigkeiten? Warum ist Russland in Schwierigkeiten? Und Indien? Weil sie fremdenfeindlich sind", sagte Biden laut dem am Donnerstag veröffentlichen Redemanuskript. Die US-Wirtschaft wachse dagegen unter anderem, weil das Land Einwanderer aufnehme, betonte der 81-Jährige.

Die Veranstaltung anlässlich des Monats zum asiatisch-amerikanischen, hawaiianischen und pazifischen Kulturerbe (Asian American, Native Hawaiian, and Pacific Islander Heritage Month), die bereits am Mittwoch stattfand, wurde weder gefilmt noch aufgezeichnet, lediglich eine kleine Gruppe von Journalisten berichtete darüber.

Während China und Russland als Gegner der USA gelten, überraschen Bidens Äußerungen über die Verbündeten Japan und Indien. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2021 hatte der US-Präsident die Beziehungen zu den beiden Ländern sogar verstärkt.

Das Weiße Haus erklärte, Biden habe mit seiner Aussage zum Ausdruck bringen wollen, "dass die Vereinigten Staaten eine Nation von Einwanderern sind und dass dies in unserer DNA liegt". "Unsere Verbündeten wissen sehr gut, wie sehr der Präsident sie respektiert, ihre Freundschaft schätzt und ihre Beiträge schätzt", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby.

Der 81-jährige Biden will bei der Präsidentschaftswahl im November gegen seinen ehemaligen republikanischen Kontrahenten Donald Trump kandidieren. In den vergangenen Monaten unterliefen Biden wiederholt Versprecher und Verwechslungen. Dies nährte Kritik, der US-Demokrat sei für das Präsidentenamt zu alt.

lt/yb