Bier als Teil der Katastrophenhilfe in australischem Brandgebiet

Die australische Marine hat sich angesichts der anhaltenden Busch- und Waldbrände entschlossen, die Bewohner der Küstenstadt Mallacoota mit Bier zu versorgen. Die erste Notversorgung besteht aus 20 Fässern und vier Palletten Bier

Ohne Bier in der Höllenhitze - irgendwann ist das nicht mehr zum Aushalten: Die australische Marine hat sich angesichts der anhaltenden Busch- und Waldbrände entschlossen, die Bewohner der Küstenstadt Mallacoota mit Bier zu versorgen. Der Gerstensaft wird mit dem 16.000-Tonner "HMAS Choules" vom Marine-Stützpunkt Cerberus in die Küsten-Kleinstadt gebracht, wie ein Sprecher des australischen Verteidigungsministeriums am Freitag erläuterte.

Dafür seien selbstverständlich "keine wesentlichen Versorgungsgüter" aus der bereits bestehenden Ladung des Marine-Schiffs wieder abgeladen worden, versicherte der Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Außerdem waren andere Lieferungen für Mallacootas Einwohner an Bord.

Das Brauereiunternehmen Carlton and United Breweries teilte mit, es habe die Bierladung am Marinestützpunkt ausgeliefert, nachdem es von einem Versorgungsengpass im "Mallacoota Hotel" erfahren habe. Die erste Notversorgung besteht aus 20 Fässern und vier Palletten Bier.

Selbst in besseren Zeiten sei eine Kneipe ohne Bier schon eine "schlimme Sache", sagte der Chef des Brauereiunternehmens, Peter Filipovic. Nach alledem, was die Bewohner von Mallacoota in den wochenlangen Wald- und Buschbränden durchgemacht hätten, sei es "für uns das Mindeste sicherzustellen, dass sie sich an einem Bier erfreuen können".

Aus Mallacoota im Bundesstaat Victoria waren wegen der Brände mehr als tausend Menschen in Sicherheit gebracht werden. Andere Bewohner sitzen dort aber seit dem Jahreswechsel fest und werden daher von der Marine versorgt.