Bilanz nach drei Monaten: So gefährlich sind die E-Scooter in Hamburg

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: die kleinen Tretroller mit Elektromotor, die seit drei Monaten durch Hamburg düsen und immer mal wieder für Unfälle sorgen. Zeit für eine Bilanz. Die MOPO beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie viele E-Tretroller gibt es inzwischen bundesweit?

Die Zahl ist schwer zu bestimmen. Nicht alle Verleiher machen dazu Angaben. In Berlin stehen 9000 E-Scooter von mindestens fünf Firmen zum Verleih bereit. In Hamburg und München sind es jeweils etwa 3000, in anderen Großstädten ebenfalls einige tausend. Dazu kommen Hunderte Roller in mittelgroßen Städten. Die schwedische Firma Voi will in Kürze in 30 bis 35 deutschen Städten vertreten sein. In ganz Deutschland dürften also inzwischen einige zehntausend Leihroller auf den Straßen stehen. Weitere Roller werden privat genutzt.

Wo und von wem werden die Roller vor allem benutzt?

Die Roller stehen besonders in den Innenstädten und den angrenzenden Gebieten, wo viele Menschen unterwegs sind und die Verleiher auf zahlreiche Kunden hoffen. In den Großstädten sind es meist die Stadtteile, die bei jüngeren Leuten und Touristen beliebt sind. Nur wenige Außenbezirke gehören zu den Geschäftsgebieten.

Wie strikt beachten Rollerfahrer die Verkehrsregeln?

Öfter sieht man Menschen, die einen E-Scooter zu zweit benutzen oder betrunken sind. Auch dass viele Fahrer in Fußgängerzonen und auf Fußwegen unterwegs sind, sorgt für Ärger. Fußgänger- und Behindertenverbände beschwerten sich. Die Polizei reagierte mit Kontrollen. In München wurden in 900 Fällen Fahrer von E-Tretrollern erwischt, die betrunken waren oder Drogen genommen hatten. In Mannheim und Heidelberg stellte die Polizei in 7 Tagen 233 Verstöße fest. Ein Polizeisprecher in Mannheim sagte: „Alles, was man falsch machen kann, wird auch...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo