Bildung: In Berlins Schulen fehlen mehr als 1200 Lehrer

Sandra Scheeres (SPD), Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie

Berlin wird zum kommenden Schuljahr 2018/19 bei Weitem nicht genügend Lehrer haben. Das bestätigte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) bei einer Pressekonferenz am Montag. Wie groß allerdings die Lücke sein wird, sei weiterhin offen. 3000 zusätzliche Lehrer werden für das bevorstehende Schuljahr gebraucht, davon hat man bislang 1750 Anwärter sicher, 850 dieser Stellen sind seit Februar fest besetzt. Doch 1250 Stellen seien noch offen, so die Bildungssenatorin.

Es wurden aber noch 1000 Bewerber, die Quereinsteiger sind, zu Vorstellungsrunden eingeladen. Ein Quereinstieg ist in Berlin in den sogenannten Mangelfächern wie Mathematik, Physik, Sport und Musik oder im Grundschulbereich zusätzlich noch in Deutsch und Englisch möglich. Wie viele der Quereinsteiger am Ende genommen werden, ist offen. Zuletzt lag ihre Quote bei rund 43 Prozent. "Es kann sein, dass wir jetzt über 50 Prozent kommen", sagte die Senatorin.

"Unterrichten statt kellnern" für Lehramtsstudenten

Klar ist aber: Allein mit neuen Lehrern und Quereinsteigern wird die Lücke nicht zu füllen sein. Gut ausgebildete Kandidaten sind sehr umworben, die Konkurrenz zwischen den Bundesländern ist hoch, fehlen doch deutschlandweit Lehrer. Deshalb stellte die Senatorin eine Reihe von Ideen aus ihrer Senatsverwaltung vor, die die Situation entspannen sollen. So sollen pensionierte Lehrer mit einer Zuverdienstmöglichkeit von 120 Prozent kurzfristig zurück in den Job geholt werden. Der Ruhestand kann bis zum 68. Lebensjahr hinau...

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