Bildung: Bezirke kritisieren Schulbauoffensive des Senats

Das Senatsmodell zur Schulsanierung vergrößere die Bürokratie, befürchtet Tempelhof-Schönebergs Stadtrat Jörn Oltmann (Grüne).

Die Pläne der Berliner Landesregierung zum Bau neuer und zur Sanierung bestehender Schulen stoßen nicht überall auf Zustimmung. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg warnt davor, dass mit der Ankündigung des Investitionsprogramms in Höhe von 5,5 Milliarden Euro falsche Hoffnungen geweckt werden könnten. Um die Schulen wirklich fit für die Zukunft zu machen, müssten zu den jetzt berechneten Baukosten mindestens rund 25 Prozent addiert werden. "Es ist zwar gut, dass bei dem Gebäudescan erstmals nach landeseinheitlichen Kriterien mit vergleichbaren Standards der Bedarf ermittelt wurde. Aber nicht berücksichtigt wurden beispielsweise die Außenanlagen, Kosten für eine energetische Sanierung und auch die Baunebenkosten, die bis zu 30 Prozent ausmachen können", kritisiert Tempelhof-Schönebergs Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne).

Diese Faktoren seien zwar bewusst herausgelassen worden, um eine Einheitlichkeit bei der Berechnung des Bedarfs in den Bezirken zu gewährleisten. "Aber dadurch haben wir auch nur eine ausschnittsweise Betrachtung statt einer ganzheitlichen Herangehensweise", so Oltmann. Er findet sogar, dass nicht nur Schulen in solch ein Sanierungsprogramm gehören, sondern alle öffentlichen Gebäude einschließlich Jugendfreizeitheimen, Sporteinrichtungen und Bibliotheken.

Die neue Friedenauer Gemeinschaftsschule an der Rubensstraße sei beispielsweise in einer früheren Grundschule untergebracht worden. Für den technisch-naturwissenschaftlichen Unterricht, der bislang nur provisorisch s...

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