Bildung, Lehrermangel und Gummibärchen: Olaf Scholz stellt sich Fragen von Kinderreporterin

Anlässlich des Weltkindertags traf sich "logo!"-Kinderreporterin Polina mit dem Bundeskanzler Olaf Scholz und stellte ihm Fragen zum Thema Kinderrechte. Auch über den Lehrkräftemangel in Deutschland kam der Politiker zu sprechen. (Bild: ZDF/Fränzi Meyer)
Anlässlich des Weltkindertags traf sich "logo!"-Kinderreporterin Polina mit dem Bundeskanzler Olaf Scholz und stellte ihm Fragen zum Thema Kinderrechte. Auch über den Lehrkräftemangel in Deutschland kam der Politiker zu sprechen. (Bild: ZDF/Fränzi Meyer)

Anlässlich des Weltkindertags traf die elfjährige "logo!"-Kinderreporterin Polina Bundeskanzler Olaf Scholz für ein Gespräch in Berlin. Im Interview verriet er nicht nur, ob er lieber Schokolade oder Gummibärchen mag, sondern sprach auch über den Lehrkräftemangel in Deutschland.

Dieses Jahr fand der Weltkindertag unter dem Motto "Gemeinsam für Kinderrechte" statt, um für die Rechte der Jugend zu sensibilisieren und diese konsequenter in den Blick zu nehmen. Aus diesem Grund traf sich "logo!"-Kinderreporterin Polina mit Bundeskanzler Olaf Scholz in seinem Büro in Berlin, und befragte ihn zum Thema Bildung und Kinderrechte weltweit.

Neben persönlichen Fragen wie "Schokolade oder Gummibärchen?" und "Aufräumen oder das Chaos beherrschen?" unterhielt sich Polina mit Scholz über Bildung in Deutschland. So wollte sie wissen, ob es der Politiker gerecht finde, dass es Kinder aus einkommensschwachen Familien schwieriger in der Schule haben.

"Ich finde das gar nicht gerecht, aber da müssen wir mehr machen", erklärt der Bundeskanzler, "deshalb bin ich auch sehr dafür, dass wir kleine Klassen haben, damit man sich um alle Kinder kümmern kann." Ihm sei es wichtig, dass allen Kindern die gleichen Chancen auf gute Bildung zusteht - unabhängig davon, "welches Wissen sie Zuhause lernen" und "wie viel Geld Zuhause vorhanden ist."

Auf die Frage, ob die deutschen Kinderrechte auch für ukrainische Flüchtlingskinder gelten, hat der Politiker eine klare Antwort: "Kinderrechte gelten für alle Kinder. Das ist besonders wichtig, denn sie sind ja vor dem Krieg geflohen, haben schreckliche Dinge erlebt. Gesehen, wie Zerstörungen stattgefunden haben." Die Kinder sollten sich "in Deutschland ganz sicher" fühlen.

Scholz als Geschichtslehrer?

Dass es aktuell wenig Lehrkräfte an Schulen gibt, und es im vergangenen Jahr für ihre gesamte Schule nur eine Musiklehrerin gab, kann die Kinderreporterin nicht verstehen und bittet Olaf Scholz um eine Erklärung: "Wir brauchen viele Lehrerinnen und Lehrer", stellt er klar. Dafür bräuchte es mehr Ausbildungsplätze und -angebote in Deutschland: "Mittlerweile ist es leider so, dass wir nicht nur eine Situation haben, wo manchmal nicht genug Stellen da sind, die bezahlt werden, sodass man Lehrerinnen und Lehrer einstellen kann." Es würden sich einfach keine Lehrkräfte finden, "weil in der Vergangenheit nicht genügend Leute ausgebildet wurden."

Und was würde der Bundeskanzler unterrichten, wenn er selbst als Lehrer einspringen müsste? "Das ist schwer zu sagen, weil ich wahrscheinlich viele Sachen gar nicht mehr so gut kann, die ich in der Schule mal gut konnte. Vielleicht würde ich es mit Englisch oder Geschichte versuchen."