Bill Clinton spricht in Doku-Serie "Hillary" über seine Affäre mit Monica Lewinsky

In der Doku-Serie “Hillary”, die ab 8. März auf Sky zu sehen ist, kommt nicht nur die Politikerin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton selbst zu Wort, sondern auch ihre Familie. Ehemann Bill Clinton spricht darin sogar über seine einstige Affäre mit Monica Lewinsky - und nennt auch seine Gründe dafür.

Hillary und Bill Clinton machten eine schwere Krise in ihrer Ehe durch. (Bild: Win McNamee/Getty Images)

Um ein Haar hätte es ihn nicht nur seine Ehe, sondern auch seine Präsidentschaft gekostet: Mitte der 1990er Jahre hatte der damalige US-Präsident Bill Clinton eine Affäre mit Monica Lewinsky, die als Praktikantin im Weißen Haus gearbeitet hatte. Sie sagte später öffentlich aus, dass sie eine sexuelle Beziehung mit Clinton gehabt hatte, jedoch keinen Geschlechtsverkehr.

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Clinton selbst hatte die Affäre zunächst geleugnet. 1998 wurde deswegen ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet, das jedoch keinen Erfolg hatte. Hillary Clinton stand ihrem Mann während dieser Zeit demonstrativ bei. In ihrer Dokumentation erzählt der Ex-Präsident nun, wie schrecklich er sich gefühlt hatte, ihr Leben nachhaltig mit seinem Fehltritt geprägt zu haben.

Monica Lewinsky im Oktober 2019. (Bild: Nathan Congleton/NBC/NBCU Photo Bank via Getty Images)

Schwierige Gespräche mit Hillary und Chelsea

Auch seiner Frau gegenüber hatte er die Geschichte zunächst geleugnet, doch als das Verfahren seine Lüge aufgedeckt hatte, war ein Geständnis unumgänglich.”Ich habe mich aufs Bett gesetzt und mit ihr gesprochen”, sagt Bill in der Doku-Serie “Hillary”. “Ich habe ihr genau gesagt, was passiert ist und wann. Ich sagte, dass ich mich schrecklich deswegen fühle. Wir haben einiges durchgemacht in den vergangenen Jahren. Ich sagte, dass es keine Verteidigung für mich gibt. Was ich getan habe, ist unverzeihlich.”

Noch schwieriger sei es für ihn gewesen, mit seiner Tochter Chelsea zu reden. Seine Ehefrau habe gesagt, dass er derjenige sein müsse, der ihr die Wahrheit erzählt. Das Gespräch mit der damals 18-Jährigen sei “furchtbar” gewesen.

Die Affäre sollte ihm helfen, mit seinen “Ängsten klarzukommen”

Auf die Frage, warum er seine Ehe überhaupt derart aufs Spiel gesetzt habe, antwortet er, dass er daran nicht gedacht hätte, als er seine Frau betrog. Vielmehr sei die Affäre ein Weg für ihn gewesen, “mit meinen Ängsten klarzukommen”, wie er der Filmemacherin Nanette Burstein gesteht.

Bill Clinton im November 2019. (Bild: Ira L. Black/Corbis via Getty Images)

“Jedes Leben hat Druck, Enttäuschungen, Schrecken und Ängste”, sagt er in der Doku. Er vergleicht den Job als Präsidenten mit dem eines Boxers, der gerade 15 Runden hinter sich und noch 30 Runden vor sich hat. “Und dann ist da etwas, das dich für eine Weile ablenken kann, und dann passiert es.”

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Heute gehe er mit Druck anders um als damals. “Ich bin ein anderer, ein vollkommen anderer Mensch als ich einmal war, vor 20 Jahren war vieles anders.”

Auch Hillary selbst betont, wie schwer diese Zeit für sie gewesen war. Sie sei “am Boden zerstört” gewesen. Die Ehe konnte nur mit “schmerzhafter” Paartherapie gerettet werden, wie Hillary Clinton selbst in der Doku-Serie schildert.

Bill Clintons Affäre ist natürlich nicht das einzige Thema, um das es in den vier einstündigen Folgen von Bursteins Doku-Serie geht. Auch Hillary Clintons Werdegang, ihre politische Karriere und ihre gescheiterte Präsidentschaftskandidatur von 2016 werden ausführlich behandelt. Pünktlich zum Weltfrauentag am 8. März wird die Reihe in Deutschland ausgestrahlt: Am Sonntag um 20.15 Uhr werden alle vier Folgen auf Sky Atlantic HD sowie auf Abruf zu sehen sein. Zudem stehen alle Episoden ab diesem Tag auf Sky Q und Sky Ticket zur Verfügung.