14 Milliarden US-Dollar gegen Aids und Tuberkulose zugesagt

Sammeln Spenden gegen Aids und Malaria: der irische U2-Sänger Bono (2.v.li.) und Bill Gates (re.) bei der Konferenz in Lyon

Zum Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose haben internationale Geldgeber rund 14 Milliarden US-Dollar (knapp 13 Milliarden Euro) zugesagt. Das kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron nach einer zweitägigen Konferenz in Lyon an. Microsoft-Gründer Bill Gates sagte 700 Millionen US-Dollar von seiner Stiftung zu, die Bundesregierung stellte nach Angaben von Hilfsorganisationen für den Zeitraum von 2020 bis 2022 mehr als eine Milliarde Euro in Aussicht.

Veranstaltet wurde die Konferenz wie alle drei Jahre vom Globalen Fonds, einer Organisation mit Sitz in Genf, die sich seit 2002 für den weltweiten Kampf gegen Epidemien einsetzt. Auch U2-Sänger Bono warb in ihrem Namen für Spenden. Er sprach nach Abschluss gemeinsam mit seiner Organisation ONE von einem "Riesenerfolg im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria".

Dies sei möglich geworden, weil Geber wie Deutschland, Frankreich, die USA und Großbritannien ihre Zusagen um mindestens 15 Prozent erhöht hätten, betonte ONE. "Alleine Deutschland hat eine Milliarde Euro für die kommenden drei Jahre zugesagt", hieß es. Organisationen wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und Oxfam bestätigten die Summe.

Frankreichs Präsident Macron hatte als Schirmherr als erster eine Aufstockung der nationalen Mittel um 15 Prozent angekündigt. "Ich lasse niemanden aus dem Saal, solange die 14 Milliarden nicht erreicht sind", sagte er zu den 700 Delegierten aus aller Welt. Microsoft-Gründer Gates betonte: "Jeder Dollar, Euro oder Yen und jedes Pfund ist extrem nützlich."

Deutschland ist viertgrößter Geldgeber des Globalen Fonds nach den USA, Großbritannien und Frankreich. Die Bundesregierung hatte für den Zeitraum 2017 bis 2019 nach Angaben des Fonds mehr als 940.000 Dollar zugesagt.

Die Organisation unterstützt die Prävention und Behandlung von Aids, Tuberkulose und Malaria in mehr als hundert Ländern. Weltweit sterben an diesen Krankheiten jährlich fast drei Millionen Menschen.