"Binge Reloaded": Hier werden "Bridgerton" und Co. zur Lachnummer

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Die Netflix-Show "Bridgerton", eine Mischung aus Historien-Soap und Teenieversion von "Gefährliche Liebschaften", war DAS globale Serienphänomen vor gut einem Jahr. Nun erfährt es eine Parodie bei "Binge Reloaded". (Bild: Amazon.com Inc. or it's affiliates)
Die Netflix-Show "Bridgerton", eine Mischung aus Historien-Soap und Teenieversion von "Gefährliche Liebschaften", war DAS globale Serienphänomen vor gut einem Jahr. Nun erfährt es eine Parodie bei "Binge Reloaded". (Bild: Amazon.com Inc. or it's affiliates)

Die Fortsetzung des Comedy-Kultformates "Switch Reloaded" bekommt eine zweite Staffel beim Streamingdienst Amazon Prime (Freitag, 14. Januar, acht Folgen). Um alle Gags zu verstehen, braucht man neben dem Free-TV auch diverse Streaming-Abos. Über welche Formate und Stars darf diesmal gelacht werden?

Vor neun Jahren endete "Switch Reloaded" bei ProSieben. Die vielfach preisgekrönte Parodie des deutschen TV-Programms erfuhr Ende 2020 eine Neuauflage bei Amazon. Dabei wurden dümmliche Shows, Kultserien und zahlreiche Prominente durch den Kakao gezogen. Nun erhielt das Format eine zweite Staffel (ab Freitag, 14. Januar, Amazon Prime) mit acht Folgen à etwa 25 Minuten. Zum Cast der zweiten Staffel gehören wieder Michael Kessler, Martin Klempnow, Jan van Weyde, Jasmin Schwiers, Antonia von Romatowski, Christian Schiffer, Joyce Ilg und Paul Sedlmeir. Nicht mehr dabei ist Tahnee. Dafür wird Ilka Bessin in Gastrollen zu sehen sein.

Interessant dürfte für Fans und Spötter der auf die Schippe genommenen Formate auch die Frage sein, hinter welchen Figuren der Comedy-Cast verschwindet und wie die - traditionell guten - Masken aussehen. Neu auf der Parodienliste sind in Staffel zwei ein ziemlich griesgrämiger James Bond, bei dem sich der Fehlerteufel in die meisten von Tüftler Q gelieferten Gadgets geschlichen hat. Dazu die "Star Wars"-Serienfigur "The Mandalorian" oder der Netflix-Hit "Bridgerton". Auch Free TV-Protagonisten wie Evelyn Burdecki, die Kaulitz-Brüder, Steffen Henssler, Horst Lichter, Elton oder Joko Winterscheidt bekommen ihr Fett weg.

Das Comedy-Format "Binge Reloaded" kehrt mit einer zweiten Staffel beim Streamingdienst Amazon Prime zurück. In acht Folgen werden wieder TV- sowie Streamingformate und ihre Stars auf die Schippe genommen. So zum Beispiel (von links): Joko Winterscheidt, Evelyn Burdecki, Elton, Sonja Zietlow und Günther Jauch. (Bild: Amazon.com Inc. or it's affiliates)
Das Comedy-Format "Binge Reloaded" kehrt mit einer zweiten Staffel beim Streamingdienst Amazon Prime zurück. In acht Folgen werden wieder TV- sowie Streamingformate und ihre Stars auf die Schippe genommen. So zum Beispiel (von links): Joko Winterscheidt, Evelyn Burdecki, Elton, Sonja Zietlow und Günther Jauch. (Bild: Amazon.com Inc. or it's affiliates)

Die Kaulitz-Brüder leiden unter Carsten Maschmeyer

Die Vorgänger-Formate "Switch - TV gnadenlos parodiert" (1997 bis 2000) sowie "Switch Reloaded" (2007 bis 2012) gelten als Humorklassiker des deutschen Fernsehens. Komiker wie Max Giermann, der in Christian Rachs Maske Restaurants testete, oder Martina Hill, die mit absurd hochgepitchter Heidi Klum-Stimme Kandidatinnen ihrer Model-Show drangsalierte, erschufen damals Figuren für die deutsche Humor-Ewigkeit. Wenn auch schon in den ProSieben-Formaten nicht jeder Gag zündete, die Lach-Quote der Gagschreiber war schon ziemlich hoch. Dies war weder beim "Binge Reloadad"-Comeback vor gut einem Jahr der Fall, noch wurde das Niveau in Staffel zwei, die nun startet, spürbar angehoben. Vieles wirkt - trotz ordentlicher Masken - vom Gag-Writing her einfach nicht so originell wie früher, wenn auch Ausnahmen die Regel bestätigen.

So ist die Parodie auf "4 Blocks" in der schwäbischen Spießerversion immer noch ziemlich lustig. Auch die Dialoge zwischen den Kaulitz-Brüdern, die vom maskengesichtigen Carsten Maschmeyer in der Show "Die Höhle der Löwen" kurz und lang geheißen werden, zünden in Form eines originellen Trashtalk-Bashings. Unterm Strich bleibt aber vieles in der etwas bemühten Schmunzel-Schublade stecken. Sehenswert ist das Ganze für TV- und Streaming-Nerds dennoch, weil schon allein interessant ist, welche Aspekte die Komikerinnen und Komiker in den auf die Schippe genommenen Formate für parodiewürdig halten. Grundsätzlich wünscht man der Fortsetzung des Comedy-Kult-Formates alles Gute. Die Qualität der Gags darf - sollte es eine dritte Staffel geben - aber gerne noch ein wenig zulegen.

"Binge Reloaded": Übertrieben ausgeprägte Weiblichkeitsmerkmale in der Parodie auf "Die Bachelorette". (Bild: Amazon.com Inc. or it's affiliates)
"Binge Reloaded": Übertrieben ausgeprägte Weiblichkeitsmerkmale in der Parodie auf "Die Bachelorette". (Bild: Amazon.com Inc. or it's affiliates)
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