"Biohackers" Staffel zwei: Der Star ist die Wissenschaft

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Für Mia (Luna Wedler) stehen medizinische Tests an, doch die bleiben unauffällig: Warum kann sich die Medizinstudentin nicht an die vergangenen Monate erinnern? (Bild: Netflix / Marco Nagel)
Für Mia (Luna Wedler) stehen medizinische Tests an, doch die bleiben unauffällig: Warum kann sich die Medizinstudentin nicht an die vergangenen Monate erinnern? (Bild: Netflix / Marco Nagel)

Freiburg im Breisgau wird bei Netflix wieder zum dunklen Mekka der Wissenschaft: "Biohackers" geht am 9. Juli in die zweite Staffel - und aus Erzfeindinnen müssen gezwungenermaßen Verbündete werden.

Im beschaulichen Universitätsstädtchen Freiburg im Breisgau wird ab 9. Juli wieder am Menschen herumexperimentiert. Trotz taffer Frauenrollen, die in Person von Luna Wedler und Jessica Schwarz von starken Schauspielerinnen verkörpert werden, bleibt auch in der zweiten Staffel der Netflixserie "Biohackers" die Wissenschaft der Star. Und die ist inzwischen zu so viel mehr imstande, als der Laie sich vorstellen kann.

"Auch diesmal überraschen wir mit einer wissenschaftlichen Entwicklung, von der man nicht glaubt, wie weit diese schon fortgeschritten ist", verspricht Showrunner Christian Ditter. Genau wie in Staffel eins erhielten die Autoren Unterstützung durch einen wissenschaftlichen Stab, darunter mit Professor Andrew Hires ein führender Gehirnforscher aus den USA.

Dramaturgisch soll die zweite Staffel für Fans die eine oder andere überraschende Wendung parat haben: "Alles wird noch spannender, noch schneller, noch unvorhersehbarer." Die erste Folge macht tatsächlich direkt Appetit: Erneut stehen Dr. Tanja Lorenz (Jessica Schwarz) und Medizinstudentin Mia (Luna Wedler) im Mittelpunkt der Geschichte.

Nach den Geschehnissen der ersten Staffel hat Prof. Dr. Tanja Lorenz (Jessica Schwarz) alles verloren - und nichts mehr zu verlieren. (Bild: Netflix / Marco Nagel)
Nach den Geschehnissen der ersten Staffel hat Prof. Dr. Tanja Lorenz (Jessica Schwarz) alles verloren - und nichts mehr zu verlieren. (Bild: Netflix / Marco Nagel)

Keine Science-Fiction

Wie schwierig es ist, einen verloren gegangenen Ruf wiederherzustellen, muss Lorenz schmerzlich erfahren. Die Wissenschaftlerin kämpft verzweifelt um ihre Rehabilitation. Für Mia geht es hingegen bereits ab der ersten Folge um viel mehr: ums nackte Überleben. Als die Medizinstudentin schließlich ohne jegliche Erinnerung an die vergangenen Monate erwacht, sticht ihr ein geheimnisvolles Tattoo ins Auge, welches sie sich offenbar selbst gestochen hat.

Wurden ihre Erinnerungen bewusst manipuliert? Hirnforscher Hires habe Showrunner Ditter berichtet, dass es für ein entsprechendes "Präparat in den USA ganz ernsthafte Ansätze gebe, um zum Beispiel Soldaten bei der Traumabewältigung nach Kampfeinsätzen zu helfen oder um nach Top-Secret-Aktionen Erinnerungen auszulöschen." Eine gruselige Vorstellung, doch "Biohackers" basiere laut Ditter auf Forschungen, wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Gesprächen und sei keine Science-Fiction. Dass es etwa möglich ist, mit sogenannten Gen-Scheren das Genom und damit das Erbgut eines Menschen zu verändern, bestätigt auch Dr. Ole Pless, Molekularbiologe in Hamburg: "Das gibt es wirklich - genau so, wie 'Biohackers' es zeigt."

Schnell dämmert Mia im Laufe des Geschehens, dass sie sich in Lebensgefahr befindet und schnellstens das Geheimnis um ihren Filmriss anhand verbliebener Gedächtnis-Fetzen lüften muss. Ihre Hoffnung liegt im Triggern der Erinnerung und in einer mehr als vorbelasteten Zweckgemeinschaft: Sie muss sich mit ihrer größten Feindin Dr. Lorenz verbünden. Niemandem vertraut sie weniger.

Mia (Luna Wedler) erinnert sich nur noch an Versatzstücke. Auf der Suche nach ihrer Erinnerung könnte ihr Tattoo behilflich sein. (Bild: Netflix / Marco Nagel)
Mia (Luna Wedler) erinnert sich nur noch an Versatzstücke. Auf der Suche nach ihrer Erinnerung könnte ihr Tattoo behilflich sein. (Bild: Netflix / Marco Nagel)

Vom Pool wegverpflichtet

Namhaften Zuwachs aus Hollywood bekommt die Besetzungsliste in Person von Thomas Kretschmann ("Ballon", "Avengers: Age of Ultron"), den Ditter laut eigener Aussage direkt von dessen Pool in Los Angeles wegverpflichtete. Er spielt mit Baron von Fürstenberg einen einflussreichen und beliebten Medizin.

Wie bereits in der ersten Staffel ist auch wieder Benno Fürmann als undurchsichtiger Journalist Andreas Winter mit von der Partie.

Mia (Luna Wedler) fällt zunächst aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie mit Jasper (Adrian Julius Tillmann) zusammen ist. Doch langsam gewinnt er ihr Vertrauen. (Bild: Netflix / Marco Nagel)
Mia (Luna Wedler) fällt zunächst aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie mit Jasper (Adrian Julius Tillmann) zusammen ist. Doch langsam gewinnt er ihr Vertrauen. (Bild: Netflix / Marco Nagel)
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