Biontech: Sanofi-Beteiligung an Vakzin-Produktion ändert nichts an Liefermenge 2021

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Spezialspritzen werden knapp

Die Beteiligung des französischen Pharmariesen Sanofi an der Herstellung des Corona-Impfstoffs von Biontech ändert nach Angaben des Mainzer Unternehmens nichts am Gesamtumfang der Vakzin-Produktion. Es bleibe bei den geplanten zwei Milliarden Impfdosen, teilte Biontech-Sprecherin Yasmina Alatovic am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP schriftlich mit. Mit der Bereitstellung von Abfüllkapazitäten für mehr als 125 Millionen Impfdosen unterstütze Sanofi die von Biontech und seinem US-Partner Pfizer geplanten Vakzin-Lieferungen.

Die Auslieferung der von Sanofi abgefüllten Impfstoff-Fläschchen werde "in diesem Sommer von Sanofis Produktionsanlagen in Frankfurt aus erfolgen", führte Alatovic aus. Sanofi-Chef Paul Hudson hatte zuvor in einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Figaro" gesagt, sein Konzern werde bis Ende 2021 mehr als 100 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Vakzins produzieren.

Sanofi arbeitet selbst an zwei Impfstoffen zur Corona-Bekämpfung. Diese werden jedoch voraussichtlich nicht vor Ende des Jahres auf den Markt kommen.

Pfizer hatte Mitte Januar angekündigt, die Lieferungen des Biontech-Impfstoffs für mehrere Wochen zu verringern. Grund seien Umbaumaßnahmen im Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Später erklärte Pfizer zudem, weniger Ampullen an die Besteller-Länder zu liefern. Der Konzern begründete dies mit einer Stellungnahme der EU-Arzneimittelbehörde EMA, wonach aus jedem Fläschchen bis zu sechs Impfdosen gezogen werden könnten. Bis dahin war Pfizer von fünf Dosen pro Flakon ausgegangen - und berechnete entsprechend die Zahl der zu liefernden Ampullen.

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