Birmas Regierung stellt mehr Rechte für Minderheit in Aussicht

Rangun (dapd). Vor dem historischen Besuch von US-Präsident Barack Obama in Birma hat die Regierung des südostasiatischen Landes der muslimischen Minderheit mehr Rechte in Aussicht gestellt.

Die Gewährung der Staatsangehörigkeit sagte Präsidentden Rohingya in dem Schreiben an die Vereinten Nationen vom Freitag allerdings nicht ausdrücklich zu. Die Regierung ziehe jedoch die Erteilung von Arbeitsgenehmigungen und eine Verbesserung der Freizügigkeit in Erwägung.

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der buddhistischen Volksgruppe der Rakhine und den Rohingya kamen seit Juni fast 200 Menschen ums Leben, über 100.000 wurden vertrieben. Nach Ansicht der birmanischen Regierung handelt es sich bei den Rohingya um illegale Einwanderer aus Bangladesch, was der Nachbarstaat allerdings nicht anerkennt. Nach UN-Schätzungen leben rund 800.000 Rohingya in Birma.

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