Bitkom: Viele Deutschen fühlen sich von Digitalisierung überfordert

Viele Deutsche tun sich schwer mit der Digitalisierung. Rund 41 Prozent der Menschen hierzulande fühlen sich häufig von der zunehmenden Digitalisierung überfordert, wie der Digitalverband Bitkom mitteilte. (Odd ANDERSEN)
Viele Deutsche tun sich schwer mit der Digitalisierung. Rund 41 Prozent der Menschen hierzulande fühlen sich häufig von der zunehmenden Digitalisierung überfordert, wie der Digitalverband Bitkom mitteilte. (Odd ANDERSEN)

Viele Deutsche tun sich schwer mit der Digitalisierung. Rund 41 Prozent der Menschen hierzulande fühlen sich häufig von der zunehmenden Digitalisierung überfordert, wie der Digitalverband Bitkom am Mittwoch unter Verweis auf eine repräsentative Studie im Auftrag der Initiative Digital für alle mitteilte. 44 Prozent der Deutschen haben demnach außerdem Angst, der technischen Entwicklung nicht folgen zu können.

Die Sorge vor der Digitalisierung zeige sich zudem über alle Altersklassen hinweg. So fühlt sich immerhin auch ein Drittel der 30- bis 49-Jährigen häufig überfordert.

Der Befragung zufolge sehen 63 Prozent der Deutschen das Land digital gespalten. Dabei nahm der Anteil der Menschen, die eine Spaltung wahrnehmen, im Vergleich zu den Vorjahren leicht zu: So sahen dies 2023 nur 60 Prozent, 2022 lediglich 58 Prozent.

Dennoch bewertet eine Mehrheit von 86 Prozent die Digitalisierung grundsätzlich positiv. Zudem gaben 85 Prozent der Befragten an, dass digitale Technologien und Anwendungen ihr Leben unmittelbar leichter machten.

Künstliche Intelligenz (KI) spielt der Studie zufolge im digitalen Alltag der Menschen eine zunehmende Rolle. Vier von zehn Befragte sagten, dass KI schon heute ihr alltägliches Leben einfacher macht. 57 Prozent meinten, alle Menschen sollten die Möglichkeit erhalten, sich mit KI vertraut zu machen.

Fast die Hälfte ist jedoch auch der Ansicht, dass KI den Menschen entmündigt. Insgesamt sehen drei Viertel KI eher als Chance für die Gesellschaft – und 24 Prozent als Gefahr.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst erklärte, alle Menschen müssten künftig "besser an der Digitalisierung teilhaben können". "Dafür müssen wir digitale Technologien und deren Anwendung gut erklären und die Neugier für digitale Bildung wecken", betonte er.

Für die Umfrage wurden 1004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren zum Anlass des bundesweiten Digitaltags am Freitag befragt. Bei der Initiative Digital für alle handelt es sich den Angaben zufolge um ein Bündnis von mehr als 25 Organisationen unter anderem aus Zivilgesellschaft, Kultur und Wissenschaft.

tbh/hcy