Bjarne Mädel bei der lit.Cologne: „Das Leben ist ein einziges Weglaufen vor dem Tod“

Schauspieler Bjarne Mädel über Leben, Tod und Sinnhaftigkeit.

Schauspieler Bjarne Mädel, bekannt aus Fernsehserien wie "Stromberg" und "Tatortreiniger", glaubt, dass das Leben ein einziges Weglaufen vor dem Tod sei. Fast jeder Mensch verdränge eigentlich fortwährend „die Tatsache, dass wir irgendwann nicht mehr da sind.

Was wir machen, wie wir unsere Zeit verbringen, vermeintlich sinnvoll oder sinnlos, ist eigentlich nur ein ständiges Weglaufen davor", sagte Mädel dem „Kölner Stadt-Anzeiger" am Rande des Literaturfestivals lit. Cologne, bei dem der 49-Jährige las. Mädel spielt momentan am Hamburger Schauspielhaus in „Trilliarden“ mit, einem Stück, das von der Angst vor dem Verlorengehen handelt. Die Serie „Tatortreiniger", die mehrfach den Grimme-Preis erhielt, halte ihn eher von dunklen Gedanken ab, so Mädel. „Aber um den Tod geht es sonst natürlich fast immer."

Bjarne Mädel ist auch mit Senta Berger aufgetreten

Bei seiner ersten Lesung für das größte Literaturfestival Europas las Mädel vor Jahren in Köln mit Senta Berger von Blamagen, die in der Weltliteratur verhandelt werden. Berufsmäßig finde er es nicht so schlimm, sich zu blamieren: „Dann macht man halt mal einen schlechten Auftritt oder eine Szene nicht so gut.“

Privat sei es einschneidender. Er habe einen sehr guten Freund gehabt, da sei der Kontakt abgebrochen, weil er ihn zu wenig gepflegt habe. „Ich habe an der Freundschaft nicht genug gearbeitet. Wir haben in verschiedenen Städten gelebt und er hat mir irgendwann gesagt, er habe jetzt drei Kinder und versuche es auch einzurichten, er habe keine Zeit für so eine Beziehung, in der man sich ständig vornimmt, man wolle sich sehen, es aber nie tut. Das war wahnsinnig traurig. Der Mensch war mir jahrelang sehr nah, da bin ich gescheitert, weil ich mir keine Zeit genommen habe. Das ist bis heute eine Blamage.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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