Blindgänger in der Ungererstraße - Bombenentschärfung: "Den Teufel treiben wir aus"

Ralph Hub

Der Zünder an dem Blindgänger in der Ungererstraße ist verformt. 45 Minuten dauert die Entschärfung. Am Ende läuft alles glatt.

Schwabing - Kurz nach acht Uhr brechen Marion Zitzinger und ihre beiden Kinder auf. Ihre Wohnung liegt mitten in der Gefahrenzone rund um die Ungererstraße, wo am Samstagmittag die Fliegerbombe entschärft werden soll. "Wir gehen zur Oma", sagen Gabriel und Lamilia. Die wohnt in der Occamstraße. Vor fünf Jahren, als in der Feilitzstraße ein gefährlicher Blindgänger gesprengt werden musste, war es umgekehrt. Damals kam die Oma bei den Enkeln unter.

Sprengmeister Roger Flakowski arbeitet mit Gottes Segen

Rund 4.500 Anwohner müssen am Samstagmorgen ihre Wohnungen verlassen. Feuerwehr, Polizei, THW und Rettungsdienst, insgesamt rund 700 Helfer, sind im Einsatz. Sie gehen von Haus zu Haus, sehen nach, damit auch wirklich niemand zurückbleibt.

Apostolos Malamoussis, Erzpriester der Griechisch-orthodoxen Metropolie, hält die Stellung. Er verlässt das Viertel als einer der Letzten. "Wir mussten den Gottesdienst absagen, ausgerechnet am Nationalfeiertag, an dem besonders viele Gläubige in die Kirche kommen", erzählt der Priester. Auf der Straße trifft er Sprengmeister Roger Flakowski (54).

Er soll den Blindgänger entschärfen.
Den ganzen Artikel lesen Sie hier

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen