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Blinken beginnt Nahost-Reise in Saudi-Arabien - Auch Besuch in Israel geplant

Vor dem Hintergrund der Verhandlungen über eine Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas ist US-Außenminister Blinken ist zu einem Besuch in Saudi-Arabien eingetroffen. Weitere Stationen seiner Nahost-Reise sind Ägypten und Israel. (Evelyn Hockstein)
Vor dem Hintergrund der Verhandlungen über eine Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas ist US-Außenminister Blinken ist zu einem Besuch in Saudi-Arabien eingetroffen. Weitere Stationen seiner Nahost-Reise sind Ägypten und Israel. (Evelyn Hockstein)

Vor dem Hintergrund der Verhandlungen über eine Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas ist US-Außenminister Antony Blinken am Mittwoch zu einem Besuch in Saudi-Arabien eingetroffen. In Dschidda, der ersten Station einer mehrtägigen Nahost-Reise, wollte er mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zusammentreffen, wie ein mitreisender AFP-Journalist berichtete. Weitere Stationen seiner Nahost-Reise - der sechsten seit Kriegsbeginn am 7. Oktober - sind Ägypten und Israel.

Am Donnerstag reist Blinken weiter nach Ägypten, über dessen Grenze die meisten Hilfslieferungen in den Gazastreifen gelangen. Ägypten ist neben den USA und Katar zudem ein wichtiger Vermittler in den Verhandlungen über eine Waffenruhe und die Freilassung israelischer Geiseln aus der Gewalt der Hamas. Im Zentrum der Gespräche in Dschidda und Kairo stehen nach Angaben des US-Außenministeriums die Bemühungen  um eine "sofortige" Waffenruhe und die Freilassung aller verbliebenen Geiseln.

Wie das US-Außenministerium erst nach Blinkens Ankunft in Dschidda mitteilte, reist der Minister zum Abschluss seiner Reise am Freitag auch noch nach Israel. Blinken werde mit Vertretern der israelischen Regierung über die laufenden Verhandlungen zur "Freilassung aller Geiseln" und eine Ausweitung der Hilfslieferungen für die Menschen im Gazastreifen sprechen, erklärte der Ministeriumssprecher Matthew Miller.

Blinken werde auch die Notwendigkeit ansprechen, eine "Niederlage" der Hamas auch in der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifen zu erreichen - aber auf eine Art und Weise, bei der die Zivilbevölkerung geschützt und "Israels Sicherheit insgesamt" gestärkt werde.

Die USA und andere Verbündete hatten Israel zuletzt verstärkt vor einer Offensive in Rafah gewarnt, wo hunderttausende Menschen vor den Kämpfen in anderen Teilen des Küstengebiets Zuflucht gesucht haben. In einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte US-Präsident Joe Biden eine Offensive in Rafah am Montag als einen "Fehler" bezeichnet. Er bat Netanjahu gebeten, eine Delegation nach Washington zu schicken. In der kommenden Woche wird nun der israelische Verteidigungsminister Joav Gallant in die US-Hauptstadt reisen.

Der Krieg im Gazastreifen war durch den beispiellosen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober ausgelöst worden, bei dem nach israelischen Angaben etwa 1160 Menschen getötet sowie rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Israel geht seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, bisher mehr als 31.900 Menschen getötet.

id/bfi