• Ein Volk hat viel zu leiden: die Kurden (Bild: dpa)Ein Volk hat viel zu leiden: die Kurden (Bild: dpa)

    Die Türkei schickt ihre Armee gegen die kurdischen Gegner der islamistischen Terrormiliz „IS“. Und der Westen schaut zu. So wie er es schon immer getan hat.

    Eine Analyse von Jan Rübel

    So schnell können Tränen trocknen. In diesem Frühling noch galten die kurdischen Rebellen in der syrischen Stadt Kobane bei uns als Helden. Mutig und mit veralteten Waffen stellten sie sich dem „Islamischen Staat“ entgegen und setzten schließlich seinen Milizen Grenzen. Die westliche Welt verneigte sich vor diesen Kurden, die bis heute die größten Opfer und Gegner des IS stellen.

    All dies scheint heute vergessen. Die gleichen Kurden werden heute vom Nato-Mitgliedsland Türkei attackiert. Und wir schauen zu.

    Als die türkische Regierung sich vor einigen Tagen endlich aufmachte, ihr zwiespältiges Verhalten gegenüber dem IS zu ändern, wandte sie sich einem weiteren Doppelspiel zu – es scheint eine Angewohnheit unter Politikern des Nahen Ostens zu sein: Jahrelang hatte Ankara die islamistischen Terroristen

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  • Auch Schulkinder haben schon viele Fragen zu ihrer Sexualität (Foto: Thinkstock)Auch Schulkinder haben schon viele Fragen zu ihrer Sexualität (Foto: Thinkstock)

    Das Sommerloch fordert sein erstes Opfer: Guido Wolf von der Südwest-CDU meint, in den Lehrplänen an deutschen Schulen spielt Sex eine viel zu große Rolle.


    Ein Kommentar von Jan Rübel

    Da haben sich zwei gefunden. Ein Traumpaar zweier, die sich gegenseitig anziehen: Die „Bild“-Zeitung und Guido Wolf. Auf der einen Seite ein Boulevardblatt, dem es in der nachrichtenärmeren Sommerzeit schwerer fällt, seine Säue durchs Dorf zu treiben. Und auf der anderen Seite ein CDU-Politiker, der es zwar überraschend in das Spitzenamt des Spitzenkandidaten der CDU bei den kommenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg geschafft hat – der aber als Newcomer in der Königsklasse rasch den Nimbus loswerden muss, als unbekannt durchzugehen. Guido Wer? hat sich also auf etwas eingelassen, vermutlich ersonnen von „Bild“.

    „In den Schulen wird zu viel Sex gelehrt“, titelt das Blatt. Und da die Zeitung in Sachen Sex selbsternannter Experte ist, präsentiert es auch gleich den ersten Kronzeugen: „Erster Top-Politiker

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  • Im Kreuzfeuer der Kritik - Dieter Nuhr (Bild: dpa)Im Kreuzfeuer der Kritik - Dieter Nuhr (Bild: dpa)

    Klagen über Shitstorms gelten als schick. Dabei sind sie so alt wie das soziale Netz selbst – und haben oft nicht Recht.

    Ein Kommentar von Jan Rübel

    Was haben Dieter Nuhr und Franz Josef Wagner gemeinsam? Beide sind Komiker, jeder in seiner Art. Und beide stehen in Shitstorms, die in Wirklichkeit keine sind. Sie ernten nur, was sie säten.

    Was ist passiert? Zuerst beklagt der Kabarettist Nuhr in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ einen „zivilisatorischen Rückfall ins Mittelalter“ wegen eines „Shitstorms“, den er wegen eines „Witzes“ erhielt. „Hexenverbrennung des 21. Jahrhunderts“ sei das für ihn. Der Witz ging so: "Meine Familie hat demokratisch abgestimmt: Der Hauskredit wird nicht zurückgezahlt. Ein Sieg des Volkswillens!" – es ging um Griechenland und das Referendum. Ich persönlich finde da nichts witzig, Nuhr versuchte nur mit einem dummen Spruch auf einer Populismuswelle zu surfen; aber sei’s drum, Geschmäcker sind verschieden. Auch wenn gesagt werden sollte, dass der

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  • Königspalast in Riad (Bild: dpa)Königspalast in Riad (Bild: dpa)

    Fragt man die Bundesregierung, so ist die Regierung Saudi Arabiens ein Partner, gar ein Freund. Damit legen wir uns ins falsche Bett: Die neuesten Wikileaks-Entdeckungen entlarven, dass von der Diktatur in Riad nur Schlechtes zu erwarten ist.

    Eine Analyse von Jan Rübel

    Über 60.000 Depeschen und Noten aus dem saudischen Außenministerium wabern durchs Netz. Eingestellt von der Enthüllungsplattform „Wikileaks“, werden sie seit Ende Juni weltweit von Journalisten und Wissenschaftlern durchforstet. Was sie bisher gefunden haben, zeichnet ein nüchternes Bild. Es erzählt von Machtspielen, Scheckbuch-Diplomatie und einem Regime, das nur den Machterhalt kennt und kaum Inhalt.

    Eigentlich sind es ja Depeschen von einem Freund. Das Auswärtige Amt bezeichnet die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Saudi Arabien auf seiner Website als „traditionell eng und im Allgemeinen spannungsfrei“. Fleißig listet es die Besuche deutscher Regierungsvertreter im Königreich auf – alles in bester

    Weiterlesen »from Wikileaks-Enthüllungen: Warum das Regime in Saudi Arabien kein Freund sein kann
  • CSU-Gesetze werden kassiert - jetzt auch die HerdprämieCSU-Gesetze werden kassiert - jetzt auch die Herdprämie

    Das vom Bundesverfassungsgericht gekippte Betreuungsgeld ist ein weiterer Sargnagel für die CSU. Was sie durchsetzt, hat wenig Sinn und stirbt schnell. Wozu brauchen wir eigentlich noch die CSU?

    Ein Kommentar von Jan Rübel

    Des Kaisers neue Kleider, so steht es in einem Märchen von Hans Christian Andersen, waren bloße Einbildung. Eine Imagination, die alle im Hofstaat mitmachten und der kaiserlichen Selbstüberzeugung folgten – bis sich irgendwann herumsprach: Der Monarch steht in Wirklichkeit nackt da. Genauso wird es bald der CSU in Deutschland ergehen.

    Das Bundesverfassungsgericht hat heute mit einem Federstreich ein Prestigeprojekt der Christsozialen in den Papierkorb der Geschichte geworfen: Das Betreuungsgeld ist verfassungswidrig, urteilten sie. Also jenes Gesetz, wonach seit 2013 Eltern monatlich 150 Euro vom Staat beziehen, wenn sie ihr Kind nicht in die Obhut einer Kita geben. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer nannte das Betreuungsgeld heute einen „Markenkern

    Weiterlesen »from Wie sich die CSU mit der Herdprämie ins Abseits regiert
  • Nierensteine: Kein Spaß für die BetroffenenNierensteine: Kein Spaß für die Betroffenen

    Statistisch gesehen leidet jeder 25. Deutsche mindestens einmal im Leben an Nierensteinen. In vielen Fällen sind sie nur so groß wie ein Reiskorn machen keine Probleme. Wenn sie jedoch aus der Niere in den Harnleiter ausgeschwemmt werden oder weiter wachsen, verursachen Nierensteine starke Schmerzen - und können sogar lebensgefährlich werden.

    Viele glauben, dass Nierensteine immer Symptome verursachen - doch das ist nicht richtig. Schmerzen und Probleme entstehen nur dann, wenn die Steine entweder in den Harnleiter gelangen oder in der Niere zu groß werden.

    Am bekanntesten ist hier sicherlich die sogenannte “Nierenkolik”: Wandern kleine Steine von der Niere in den Harnleiter, kommt es zu Verletzungen und sehr starken Schmerzen in Form einer “Nierenkolik”, die sofort ärztliche Hilfe erfordert.

    Bei diesen Symptomen sollte man an Nierensteine denken:

    Stechende, krampfartige und wellenförmige Schmerzen im Rücken oder in den Körperflanken, Übelkeit, Erbrechen und verminderte Harnmenge beim

    Weiterlesen »from Von symptomlos bis Nierenkolik: Das muss man zu Nierensteinen wissen
  • Ein Sonnenbrand ist nicht zu unterschätzen, Jahre später könnte Hautkrebs die direkte Folge davon sein. (Foto: dpa)Ein Sonnenbrand ist nicht zu unterschätzen, Jahre später könnte Hautkrebs die direkte Folge davon sein. (Foto: dpa)

    Wenn man schon in ein Land mit Sonne satt gereist ist, dann muss man auch soviel wie möglich davon mitnehmen" -  wer so denkt, ist sicherlich nicht allein. Für die Haut ist dies jedoch die reinste Tortur. Was als unangenehmer Sonnenbrand beginnt, kann sich nach Jahren zum bösartigen Hautkrebs entwickeln.

    Von Felix Gussone

    Das maligne Melanom ist der medizinische Fachterminus für den bösartigen, aggressiven, schwarzen Hautkrebs. Böse deshalb, weil nicht nur auf der Haut bleibt, sondern die Krebszellen schon früh in andere Organe streuen können.

    Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) beginnt in Deutschland jedes Jahr bei mehr als 16.000 Menschen ein malignes Melanom auf der Haut zu wachsen. Menschen im Alter zwischen 45 und 60 sind besonders häufig betroffen. Am häufigsten tritt der schwarze Hautkrebs bei Männern am Rücken, bei Frauen an den Unterschenkeln auf.

    Sonnenbrand in der Kindheit, Hautkrebs im Alter
    Dermatologen können es nicht oft genug wiederholen: Die Hauptursache

    Weiterlesen »from Der Feind auf der Haut - das muss man zu Hautkrebs wissen
  • Egal Kopf-, Rücken-, Zahn- oder Muskelschmerzen. Gegen akutes Unbehagen kann ein rezeptfreies Medikament aus der Hausapotheke in vielen Fällen helfen. Die meisten greifen dabei zum Klassiker ASS dem Wirkstoff von Aspirin. Doch auch Ibuprofen und Paracetamol sind überaus beliebt. Nimmt man zu viele der frei verkäuflichen Pillen ein, besteht jedoch eine unterschätzte Gefahr: Chronische Schmerzen durch Schmerzmittel.

    Von Felix Gussone

    Schmerztabletten wie Aspirin, Ibuprofen und Paracetamol sollen Kopfschmerzen lindern. Nimmt man jedoch zu viele, so führen die Pillen zum genauen Gegenteil: Sie lassen den Schädel brummen.

    Laut einer Studie des Forschungsministeriums verachtfacht sich sogar das Risiko einer Schmerz-Chronifizierung bei regelmäßigem Schmerztabletten-Gebrauch. Der Kopfschmerz wird dauerhaft und es besteht außerdem die Gefahr, medikamentensüchtig zu werden!

    10 mal pro Monat ist zu häufig

    Experten meinen: "Zu häufig" heißt, wenn ein Patient mehr als drei Monate lang an mehr als

    Weiterlesen »from Schmerzmedikamente - eine unterschätzte Gefahr?
  • Die Verhandlungsnacht in Brüssel brach Rekorde. Während die Eurozonen-Regierungschefs um die Zukunft Griechenlands rangen, ist bei Twitter ein Sturm angeschwollen: Aus aller Welt sammeln sich Tweets gegen die Forderungen der Bundesregierung.

    Sehen Sie auch: Eurozone erzielt Einigung im griechischen Schuldenstreit

     

    Weiterlesen »from Twittern gegen Deutschland
  • Angela Merkel: Pyrrhussieg in Brüssel? (Bild: dpa)Angela Merkel: Pyrrhussieg in Brüssel? (Bild: dpa)

    Die Einigung mit Griechenland ist mehr ein Diktat. So ist das, wenn man Schulden hat. Aber Bundeskanzlerin Angela Merkel wird für ihren harten Kurs noch teuer bezahlen.

    Ein Kommentar von Jan Rübel

    Eine schlaflose Brüsseler Nacht später steht fest: Der Euro fliegt uns nicht um die Ohren. Die Türen sind wieder geöffnet für Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm für Griechenland. Das ist die gute Nachricht.

    Doch leider wird diese Nacht nicht in die Geschichtsbücher eingehen als jene, in der Europa sich aufraffte und seinem Namen endlich Inhalt gab. Diese Nacht wird von Historikern in einigen Jahren als verpasste Chance gesehen werden – und als Anfang vom Ende der Macht Angela Merkels.

    Die Bundeskanzlerin hat sich durchgesetzt. In fast jedem strittigen Punkt hat sie ihren Stempel als Austeritätsdogmatikerin aufgesetzt. Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras musste sich am Ende beugen. Die Folgen dafür werden die Griechen in den kommenden Leidensjahren zu spüren kriegen.

    Woher

    Weiterlesen »from Merkel ist nicht europatauglich

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