Wetter absurd: Bodenfrostgefahr Ende Juni

Wetter absurd: Bodenfrostgefahr Ende Juni

Das Jahr 2013 setzt seine Wetter-Achterbahn fort. Der trübste Winter und der kälteste März seit Jahrzehnten, dann der nasseste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Letzte Woche dann eine kurze, aber intensive Hitzewelle mit zahlreichen neuen Junirekorden. Und nun: Schafskälte. In den kommenden Tagen besteht tatsächlich sogar noch mal Bodenfrostgefahr, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net) erklärt.

Die (Wetter-) Schwankungen sind dieses Jahr in der Tat beachtlich. Aber manchmal ist das Wetter nun einmal unberechenbar. Für die kommenden Tage steht uns Folgendes bevor:

Mittwoch: im Osten Regen, sonst Schauer, 13 bis 19 Grad kühl

Donnerstag: Schauer für alle und das bei 12 bis 21 Grad

Freitag: mal Sonne, mal Wolken mit Schauern, 15 bis 23 Grad

Samstag: viele Wolken, immer wieder leichter bis mäßiger Regen, 16 bis 22 Grad

Sonntag: mal Sonne, mal Wolken, ab dem Nachmittag zunehmend trocken und freundlich, 15 bis 23 Grad

Montag: mit 18 bis 26 Grad wird es deutlich wärmer, dazu mal Sonne, mal Wolken, selten Schauer

Dienstag: die Temperaturen erreichen 21 bis 28 Grad, vielfach ist es freundlich, nur im Norden bilden sich einzelne Schauer

In den Nächten kann es anfangs besonders im Süden stellenweise Bodenfroste geben.

Kommende Woche wird es dann wahrscheinlich überwiegend sommerlich warm bleiben, aber nicht beständig. Man muss immer wieder mit Schauer und Gewittern rechnen, da die Wetterlage sich scheinbar nicht stabilisiert.

Die große Frage bleibt nämlich weiterhin: Was macht der Azorenhoch? Das Azorenhoch ist ein Hochdruckgebiet, welches sich über den Azoren gebildet hat und uns oftmals schönes Wetter bringt, WENN es sich denn bis nach Mitteleuropa ausdehnen kann. Ob es das dauerhaft schafft ist weiter zweifelhaft! Mit dem Azorenhoch steht und fällt unser Sommerwetter 2013.

Die Frage ist deshalb so spannend, da wir uns in den kommenden Tagen Ende Juni und besonders Anfang Juli im sogenannten Siebenschläferzeitraum befinden. Untersuchungen haben ergeben, dass das Wetter in diesem Zeitraum in 60 bis 70 Prozent der Fälle auch in den kommenden Wochen andauern könnte. Das gilt zumindest für die Mitte und den Süden Deutschlands. Im Norden trifft diese Regel deutlich weniger häufig zu.

Das erste Drittel des meteorologischen Sommers (1. Juni bis 31. August) geht an diesem Sonntag zu Ende. Die Bilanz sieht bislang folgendermaßen aus:

Der Juni ist derzeit um rund 1 Grad wärmer als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990.

Zudem ist das Regensoll bisher zu 95 Prozent erfüllt. Es ist also noch etwas Luft nach oben.

Das Sonnenscheinsoll ist bisher zu rund 90 Prozent erfüllt. Aufgrund der Prognosen für die letzten Junitage wird der Monat sehr wahrscheinlich leicht zu trüb enden.

Übrigens ist der Juni in der Bilanz „besser“ als sein Vorgänger im Jahr 2012. Der war um 0,3 Grad wärmer als im langjährigen Mittel, brachte 110 Prozent des normalen Regensolls und nur 80 Prozent der Sonnenscheindauer.

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