Von symptomlos bis Nierenkolik: Das muss man zu Nierensteinen wissen

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Nierensteine: Kein Spaß für die Betroffenen

Statistisch gesehen leidet jeder 25. Deutsche mindestens einmal im Leben an Nierensteinen. In vielen Fällen sind sie nur so groß wie ein Reiskorn machen keine Probleme. Wenn sie jedoch aus der Niere in den Harnleiter ausgeschwemmt werden oder weiter wachsen, verursachen Nierensteine starke Schmerzen - und können sogar lebensgefährlich werden.

Viele glauben, dass Nierensteine immer Symptome verursachen - doch das ist nicht richtig. Schmerzen und Probleme entstehen nur dann, wenn die Steine entweder in den Harnleiter gelangen oder in der Niere zu groß werden.

Am bekanntesten ist hier sicherlich die sogenannte “Nierenkolik”: Wandern kleine Steine von der Niere in den Harnleiter, kommt es zu Verletzungen und sehr starken Schmerzen in Form einer “Nierenkolik”, die sofort ärztliche Hilfe erfordert.

Bei diesen Symptomen sollte man an Nierensteine denken:

Stechende, krampfartige und wellenförmige Schmerzen im Rücken oder in den Körperflanken, Übelkeit, Erbrechen und verminderte Harnmenge beim Urinieren.

Manchmal ist sogar Blut im Harn sichtbar, weil die Steine die Harnwege verletzt haben.

Wenn Nierensteine Probleme verursachen, müssen sie entfernt werden. Der Grund: Nierensteine können bakterielle Infektionen verursachen. Das Spektrum reicht hier von Harnwegs-Infektionen bis hin zur sogenannten "Urosepsis", bei der Bakterien aus den Harnwegen in den Blutkreislauf gelangen – ein lebensbedrohlicher Zustand.

Kann der Urin wegen einem Stein in der Niere oder im Harnleiter nicht mehr richtig abfließen, kommt es zum sogenannten "Harnverhalt". In diesem Fall können die Nieren dauerhaft geschädigt werden.

 Wie kann man Nierensteinen vorbeugen?

Im Sommer sollte man vor allem auf die Trinkmenge achten: Je heißer es wird, desto größer ist auch das Risiko für Nierensteine. Der Grund: Die löslichen Salze, die von den Nieren ausgeschieden werden, sind dann in höherer Konzentration vorhanden. So bilden sich Nierensteine besonders schnell.

Doch nicht nur die Trinkmenge, auch die Ernährung kann bei der Entstehung von Nierensteinen eine entscheidende Rolle spielen.
Besonders Nahrungsmittel mit viel "Oxalat" wie zum Beispiel Rhabarber, Spinat , Schokolade, Erdnüsse und Spargel. Auch Milch, Käse und Joghurt, die viel Kalzium enthalten oder proteinreiche Speisen wie Fleisch und Wurst können die Bildung von Nierensteinen begünstigen.

Auch Übergewicht erhöht das Risiko für Nierensteine. Aber Vorsicht – auch das Gegenteil ist risikoreich. Strenge Abnehmkuren haben Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Urins und können das Entstehen mancher Steinarten sogar erhöhen.

Wann zum Arzt?

Nieren- und Harnsteine sind immer ein Grund, einen Urologen aufzusuchen. Selbstbehandlung ist hier fehl am Platz. Der Grund: Hinter den Symptomen einer Nierenkolik können sich gegebenenfalls auch andere Erkrankungen verbergen. Auch bei Blut im Urin ohne weitere Symptome oder fieberhaften Harnwegsinfekten ist der Gang zum Arzt wichtig.

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