Michael Jackson: Geheime E-Mails enthüllen seine Comeback-Panik

Kurz vor seinem Tod war Michael Jackson offenbar ein „hilfloses Wrack". Das jedenfalls geht aus geheimen E-Mails hervor, aus denen die US-Zeitung „Los Angeles Times" jetzt Auszüge veröffentlichte: In ihnen beschreiben die Veranstalter von Jackos geplanter „This Is It"-Konzertreihe, dass der King Of Pop im Frühjahr und Sommer 2009 regelrechte Comeback-Panik schob.

Michael Jackson: Er schob Comeback-Panik! (Bild: WENN)
Michael Jackson: Er schob Comeback-Panik! (Bild: WENN)


Rund 250 Seiten umfasst der E-Mail-Wechsel, in dem sich Mitarbeiter des Konzertveranstalters AEG über Jacko und seinen erschreckenden Zustand austauschen. Im März 2009 zum Beispiel — nur einen Tag vor jener Pressekonferenz, auf der der Popstar sein großes „This Is It"-Comeback ankündigen sollte — fand man ihn angeblich total betrunken in seinem Hotelzimmer vor. Der 50-Jährige sei sogar unfähig gewesen, sich selbst anzuziehen. Das zumindest schrieb damals Promoter Randy Phillips an seinen Boss Tim Leiweke, Chef von AEG: „Ich versuche, ihn auszunüchtern. Er ist ein hilfloses Wrack, geplagt von Selbstverachtung und Zweifeln."

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Offenbar wurde der Musiklegende damals der Druck zu hoch: Immerhin standen Jacko sage und schreibe 50 Konzerte in der Londoner O2-Arena bevor. Kein Wunder also, dass sich sein Zustand kurz vor Beginn der Konzertreihe noch einmal verschlechterte. Im Juni 2009 gab Kenny Ortega, Regisseur der „This Is It"-Shows, deshalb in einer E-Mail zu bedenken, den Sänger mit Playback auftreten zu lassen. Auf keinen Fall sei er in der Lage, gleichzeitig zu singen und zu tanzen. Ortega ging noch weiter und schrieb, dass Jacko von „Paranoia, Angstzuständen und obsessivem Verhalten" gezeichnet sei: „Es ist, als wären da zwei Menschen. Einer (ganz tief drinnen) versucht, daran festzuhalten, wer er war. Der andere ist geschwächt und in einem verwirrten Zustand."

Kurz darauf, am 25. Juni 2009, verstarb Michael Jackson an einer Überdosis des Narkosemittels Propofol, die ihm sein Leibarzt Conrad Murray verabreicht hatte. Die geheimen E-Mails sind nun vor allem deshalb so brisant, weil sie eine große Rolle in anstehenden Gerichtsprozessen spielen könnten: AEG hatte sich nämlich bei der britischen Versicherung Lloyd's of London mit 17 Millionen US-Dollar (rund 13,6 Millionen Euro) gegen eventuelle Ausfälle der anstehenden Konzerte versichert. Mithilfe der schriftlichen Aussagen über Jackos schlechte seelische Verfassung könnte Lloyd's erwirken, für entstandene finanzielle Verluste nicht aufkommen zu müssen.

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Prince, Blanket und Paris Jackson (v.l.n.r., mit Tante La Toya): Sie warten aufs Erbe (Bild: Getty Images)
Prince, Blanket und Paris Jackson (v.l.n.r., mit Tante La Toya): Sie warten aufs Erbe (Bild: Getty Images)

Während sich AEG um den Ausfall von Konzerteinnahmen sorgt, müssen Jackos Kinder übrigens nach wie vor auf ihr Erbe warten. Eigentlich war geplant, dass für Prince (15), Paris (14) und Blanket (10) ein Treuhandfonds eingerichtet wird. Doch der ist nach wie vor leer, wie die „New York Daily News" berichtet. Er sollte sich aus den posthumen Einnahmen ihres Vaters speisen, die auf 600 Millionen US-Dollar (um die 480 Millionen Euro) geschätzt werden. Doch von diesem Geld müssen nun erst einmal Schulden und offene Rechnungen beglichen werden. Das könne noch gute fünf Jahre in Anspruch nehmen, so einer von Jackos Nachlassverwaltern gegenüber „New York Daily News".

Arm dran sind die drei Jackson-Kids deshalb aber noch lange nicht: Jeden Monat erhalten sie rund 70.000 US-Dollar (etwa 60.000 Euro) aus dem Nachlass ihres Vaters für Privatschulbesuch, Bodyguards und Urlaube.

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