Rassismusvorwürfe: No Doubt ziehen neues Video zurück

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Gwen Stefani gibt Rauchzeichen, tanzt im fransigen Beinkleid durch ein Tipi und lässt sich von Cowboys mit Schießeisen bedrohen: Für den Clip zur Single „Looking Hot" haben No Doubt tief in die Mottenkiste gegriffen. Zutage kamen nicht nur farbenfrohe Indianer-Kostüme, sondern auch zahlreiche Klischees über die amerikanischen Ureinwohner. Eine Kränkung, die der Band wohl erst jetzt bewusst wird.

No Doubts Video zu "Looking Hot" ist voller Klischees (Screenshots: DailyMotion)


In dem Video spielen Gwen Stefani, Tony Kanal, Tom Dumont und Adrian Young nicht einfach nur Cowboy und Indianer — sie spielen mit Stereotypen, die die Kultur der amerikanischen Ureinwohner banalisiert. Deshalb hagelte es seit der Weltpremiere des bunten Allerlei aus Federschmuck und Friedenspfeife auch ordentlich Kritik für die Arbeit von Video-Regisseurin Melina Matsoukas.

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Nun hat No Doubt die Konsequenzen gezogen. Die Musiker entfernten das provokante Video aus dem Netz und entschuldigten sich auf ihrer Homepage: „Die Basis unserer multikulturellen Band ist Vielfältigkeit und Achtung anderer Kulturen. Es war niemals unsere Absicht, amerikanische Ureinwohner mit dem Video zu beleidigen oder ihre Geschichte zu bagatellisieren. Obwohl wir uramerikanische Freunde und Experten amerikanischer Geschichte um Rat gebeten haben, verstehen wir jetzt, dass wir Menschen verletzt haben."

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„Looking Hot" ist die dritte Auskopplung aus dem aktuellen Album „Push and Shove", mit dem No Doubt in diesem Jahr ein Comeback wagten.

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