Reingezoomt

  • Acht Quadratmeter für 28,5 Millionen Euro: Eine karge Zelle, ein strikter Tagesablauf und blaue Anstaltskleidung erwarten Uli Hoeneß in der JVA Landsberg. Die Yahoo-Reporterin zu Besuch.


    Der Weg vom Bett zur Toilette beträgt etwa einen Meter. Der Tisch, an dem Uli Hoeneß wohl bald frühstücken, zu Abend essen und Briefe schreiben wird, ist von Toilette und Bett nicht weiter entfernt. Durch das vergitterte Fenster geht der Blick gen Himmel, streift Stacheldraht und die vergitterten Fenster der Zellen gegenüber. Das Bett ist schmal, die Matratze dünn. Das Wasser, das aus dem Hahn kommt, ist ausschließlich kalt, die Zellentür verschlossen. Man muss den Kopf senken, will man hindurchgehen. Sie ist keine 1,80 Meter hoch. Als einzige persönlichen Gegenstände sind der Ehering, eine Armbanduhr, ein weiteres Schmuckstück und Fotos erlaubt. Die Kleidung stellt das Gefängnis. Blaue Hose, blaues Hemd, grünes Poloshirt, grüner Pullover.



    Es ist keine angenehme Vorstellung, Monate, gar Jahre in einer Weiterlesen »Von Hoeneß' Gefängnis: "Keine Exklusiv- und Sonderklasse"
  • "Die Angehörigen brauchen nicht nur unser Mitleid"

    Bernd Gans ist Vorsitzender des Vereins "Hinterbliebene der Opfer des Flugzeugabsturzes AF447" (Hiob) Bernd Gans ist Vorsitzender des Vereins "Hinterbliebene der Opfer des Flugzeugabsturzes AF447" (Hiob). Das Air France-Flugzeug war 2009 auf dem Weg nach Paris über dem Atlantik abgestürzt. Gans kennt die Situation, in der sich nun die Menschen befinden, deren Angehörige wohl mit der Maschine MH370 im Indischen Ozean verunglückten. Im Exklusiv-Interview mit Yahoo gibt er Einblicke in seine Gefühle und sagt, was nun für die Angehörigen getan werden muss.


    Herr Gans, als Sie zum ersten Mal vom Irrflug der malaysischen Maschine hörten – was ging Ihnen da durch den Kopf?

    Bernd Gans: Schlagartig erinnerte ich mich daran, wie ich damals 2009 im Radio hörte: ‚Ein Flugzeug wird vermisst’. Und ich wusste, dass dies der Flug unserer Tochter war. Damals hatten die Fluggesellschaft Air France und die französischen Behörden in ihrer Informationspolitik total versagt. Man ließ uns hängen. Wir fühlten uns allein und in der Schwebe. Es hieß immer nur, die Maschine werde vermisst. Das ist das Schlimmste,

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