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  • Merkel muss nach Athen!

    Nach dem Referendum der Griechen droht ein Riss Europas. Am Ende aber könnten wir Deutschen allein dastehen: Die CDU verabschiedet sich von ihren europäischen Werten – ein Abgesang.

    Ein Kommentar von Jan Rübel

    Ganz ehrlich: Ich hätte nicht gewusst, wie ich beim Referendum abgestimmt hätte. Die Griechen hatten am Sonntag die Wahl zwischen Pest und Cholera. Am Ende entschieden sie sich dafür, was ihnen Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz empfohlen hatte: Der renommierte US-Professor von der Columbia University forderte ein „Nein“ gegen die Sparpolitik der vergangenen Jahre. Eines steht fest: Die Austeritätspolitik, die Politik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), hat Griechenland nicht geholfen, sondern nahezu gegen die Wand gefahren. Das Nein der Griechen vom Sonntag war kein Nein gegen Europa, sondern ein Nein gegen die Hoffnungslosigkeit der Lage.

    Natürlich müssen jetzt Gläubiger und Schuldner neu verhandeln. Ein neues Angebot muss jetzt her. Griechenland kann man nicht einfach

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  • Horst Seehofer kritisiert Gaucks Vergleich von Flüchtlingen mit den Vertriebenen vor 70 Jahren. Foto: Sven Hoppe/dpaHorst Seehofer kritisiert Gaucks Vergleich von Flüchtlingen mit den Vertriebenen vor 70 Jahren. Foto: Sven Hoppe/dpa

    Horst Seehofer spricht von „massenhaftem Asylmissbrauch“ und kritisiert damit Bundespräsident Gauck. Unrecht haben beide.

    Ein Kommentar von Jan Rübel

    Alle drei, vier Monate durchfährt Horst Seehofer ein Ruck. Verdammt, denkt Bayerns Ministerpräsident dann, ich muss mal wieder was für meine rechte Flanke tun. In solch sicheren Abständen also bellt er los, unlängst gegen den Bundespräsidenten. Was war passiert?

    Joachim Gauck hatte zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung gesagt, als Lehre aus der Vertreibung von Millionen Deutschen vor 70 Jahren müsse hierzulande mehr Hilfe geleistet werden. Irgendwie dachte Seehofer, das möge eine passende Steilvorlage sein, zumindest ein ordentlicher Querpass. Flugs diktierte er dem „Münchner Merkur: „Ich weiß aus vielen Gesprächen mit Heimatvertriebenen, dass sie solche Vergleiche nicht gerne hören.“ Die Fluchtursachen seien jetzt andere. „Jetzt geht es auch um massenhaften Asylmissbrauch. Ich finde diese Diskussion nicht angezeigt.“

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