Leah Remini: Jetzt will sie über Scientology auspacken

·Freie Autorin für Yahoo Style

Vor einem Monat wagte Leah Remini nach 30 Jahren den Ausstieg bei Scientology – fertig ist der „King of Queens“-Star mit der Sekte aber noch lange nicht. Offenbar plant sie nun ein Buch, in dem sie über Scientology auspacken und "jedes Tabu-Thema" an die Öffentlichkeit bringen will.

Wie ernst sie es mit ihren Angriffen auf Scientology meint, bewies sie gerade vor wenigen Tagen. Die Schauspielerin macht sich bereits seit Längerem Sorgen um die Frau von Scientology-Führer David Miscavige, die man schon seit Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen hat. Nun hat sie eine Vermisstenanzeige für Shelly Miscavige aufgegeben.

Die Polizei von Los Angeles ging der Anzeige nach, bezeichnete Leahs Sorgen aber dann als „unbegründet“: „Shelly wird nicht vermisst“, erklärte die Polizei von Los Angeles am Donnerstag. Einige Beamte, so der Polizeibericht, hätten die Frau von David Miscavige selbst gesehen.

Leah Remini: Sie spricht über ihren Scientology-Ausstieg

Ob das die 43-jährige Leah beruhigt, ist allerdings fraglich. Immerhin scheint Shelly Miscavige schon seit rund sechs Jahren komplett von der Bildfläche verschwunden. Nicht einmal zur Hochzeit von Tom Cruise und Katie Holmes im Jahr 2006 begleitete sie ihren Ehemann – und der war immerhin der Trauzeuge des Bräutigams.

Genau diese Auffälligkeit war es, die Leah stutzig machte. Auch sie war damals eingeladen und sprach Sektenführer Miscavige direkt auf seine fehlende Gattin an. Dessen ruppige Reaktion: „Du hast nicht die Befugnis, mich so etwas zu fragen.“ Seitdem machte sich Leah große Sorgen: Sie befürchtete offenbar, Shelly werde in einem geheimen Scientology-Lager in der Nähe von Los Angeles festgehalten und könne sich nicht frei bewegen. Das zumindest vermutet der Journalist Tony Ortega in einem Eintrag auf seinem Blog tonyortega.org.

Leah Remini ist aus Scientology ausgetreten - jetzt greift sie die Sekte öffentlich an (Bild: WENN)
Leah Remini ist aus Scientology ausgetreten - jetzt greift sie die Sekte öffentlich an (Bild: WENN)

Scientology selbst hat sich bisher nicht zu der Vermisstenanzeige geäußert. Doch die Sekte stellte schon vor einem Monat, als Leah zum ersten Mal öffentlich nach dem Verbleib von Miscaviges Frau fragte, in einem Statement klar: Shelly Miscavige „ist keine öffentliche Person und legt großen Wert auf ihre Privatsphäre.“

Ganz im Gegensatz zu Leah: Der Sitcom-Star sucht die Öffentlichkeit mehr denn je - wie ihre Buch-Pläne zeigen.

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