Robin Williams: Todesursache steht fest

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Er war einer der großen Schauspieler unserer Zeit: Am Montag, dem 11. August 2014, wurde Robin Williams tot in seinem Haus in Kalifornien aufgefunden. Nach und nach kommen die schrecklichen Details zu Williams Tod ans Licht. Der Schauspieler hat sich mit einem Gürtel an seiner Schranktür erhängt. Das gab jetzt der zuständige Gerichtsmediziner Keith Boyd bei einer Pressekonferenz bekannt. 

Die Todesursache ist demnach Erstickung durch Erhängen. Ein Fremdverschulden könne ausgeschlossen werden. Ob Williams zum Todeszeitpunkt unter Einfluss von Drogen oder Alkohol stand, werden weitere Untersuchungen klären.

Wie weiter bekannt wurde, seien am linken Handgelenk des Stars Schnittverletzungen entdeckt worden, und in der Nähe der Leiche ein blutiges Taschenmesser. 

Robin Williams' Todesursache wurde bekanntgegeben: Der Schauspieler erhängte sich (Bild: Getty)

Freunde und Familie hat Robin Williams' Entscheidung, sich selbst das Leben zu nehmen, in tiefe Trauer gestürzt – doch völlig aus dem Nichts dürfte die tragische Nachricht das nähere Umfeld des Schauspielers nicht getroffen haben. Denn auch wenn Robin Williams auf der Leinwand meist ein Lächeln auf den Lippen trug, hatte er im wahren Leben schon seit Längerem mit schweren Depressionen zu kämpfen und, wie seine Pressesprecherin Mara Buxbaum bekanntgab, in der Zeit vor seinem Tod einen neuerlichen Schub erlitten.

Bereits vor einigen Jahren hatte Robin Williams in einem Interview mit dem US-Radiosender NPR selbst über seine Erkrankung gesprochen: "Werde ich traurig? Oh ja! Trifft es mich dann hart? Oh ja!" Eine klinische Depression sei bei ihm allerdings nicht diagnostiziert worden. "Ich bin plötzlich entmutigt, so wie manch anderer auch. Manchmal schaut man auf die Welt und denkt: 'Whoa'. An anderen Tagen denkt man: 'Oh, alles ist in Ordnung.'"

Neben seiner depressiven Neigung hatte Robin Williams seit Ende der 1970er-Jahre auch mit Suchtproblemen zu kämpfen: Damals konsumierte er – häufig gemeinsam mit seinem Freund John Belushi – regelmäßig Kokain und wurde zum Alkoholiker. Belushis Drogentod im Jahr 1982 und die Geburt seines ersten Sohns im darauffolgenden Jahr bezeichnete Robin Williams später als "Weckruf":  Ab 1983 gelang es ihm, Alkohol und Drogen über 20 Jahre hinweg aus dem Weg zu gehen.

Robin Williams im Jahr 1979: In dieser Zeit entstand seine Kokain- und Alkoholsucht (Bild: Getty)

2003 erlitt er einen Rückfall: Er begann wieder zu trinken. Im August 2006 ließ er sich in eine Entzugsklinik einweisen, später bekannte er sich öffentlich dazu, trockener Alkoholiker zu sein. Ein Leben ohne Alkohol und Drogen zu führen fiel Robin Williams sichtlich schwer: Erst Ende Juni diesen Jahres hatte er sich für mehrere Wochen präventiv in die Suchtklinik Hazelden in Minnesota einweisen lassen, um an einem Programm teilzunehmen, das maßgeschneidert ist für langfristig abstinente Patienten, die nicht rückfällig werden wollen.

Ein weiterer Grund für den Depressionsschub, den Robin Williams in der Zeit vor seinem Tod erlitt, könnte auch seine berufliche Situation gewesen sein: Seine Comedy-Serie "The Crazy Ones", die zwischen September 2013 und April 2014 auf dem US-Sender CBS lief, wurde nach nur einer Staffel wegen mangelnden Erfolgs eingestellt.