Micro-Phone: Handy-Winzling in Kreditkartenformat kommt im August

Diese Kreditkarte ist eigentlich ein Handy. (Bild: Screenshot)
Diese Kreditkarte ist eigentlich ein Handy. (Bild: Screenshot)

Größer, schneller, dünner: Der Trend bei Smartphones geht nur in eine Richtung. Das Telefonieren scheint bei all den Funktionen und Apps nur noch eine nette Randerscheinung zu sein. Die Hersteller des Micro-Phones setzen dieser Entwicklung ein Produkt entgegen. Ihr Mobiltelefon ist gerade mal so groß ist wie eine Kreditkarte. Soviel Minimalismus fordert seine Opfer: Die Möglichkeiten des Handy-Winzlings sind stark begrenzt.

Viel mehr als Telefonieren und SMS schreiben kann das Micro-Phone nicht. Dafür ist es mit einem Gewicht von gerade mal 40 Gramm und Maßen von 53 x 85 x 5,5 Millimeter winzig und passt in jede noch so kleine Hosentasche, selbst in einen Geldbeutel. Der Lithium-Ionen-Akku soll für eine Standby-Zeit von 21 Tagen sorgen. Das Quad-Band-Gerät hat einen 1,8 Zolll kleinen Bildschirm. Es besitzt noch eine Ortungsfunktion für den Notfall, einen Wecker, einen Aufgabenplaner, einen Kalender und einen Taschenrechner. Der Akku wird per USB-Kabel aufgeladen.

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Die Massenproduktion wollen die Erfinder über die Crowdfundig-Plattform „Indiegogo.com“ realisieren. Die dafür nötigen 50.000 Dollar haben sie längst zusammen, mittlerweile steht der Zähler bei über 130.000 Dollar und die Sammelaktion endet erst am 29. Juli. Dass die Investoren ihr Geld nicht in eine ungewisse Idee stecken, zeigt ein funktionierender Prototyp. Das Micro-Phone soll ab August 2013 in den Farben Weiß und Schwarz erhältlich sein und 130 Dollar kosten. Ein zweites Modell mit Bluetooth ist in Planung.

Ein Handy für Kinder und Senioren

Wer aber soll solch ein Gerät aus der Mobiltelefonsteinzeit kaufen? „Was wie ein Rückschritt auf den Stand der Technik Anfang des Jahrhunderts aussieht, ist Kalkül“, schätzt das Technikportal „golem.de“ die Neuentwicklung ein. Demnach solle das Micro-Phone moderne Smartphones gar nicht ersetzen. Vielmehr eigne es sich für Senioren, Kinder oder als Zweitgerät. Und das wohl vor allem wegen der Ortungsfunktion über GPS und speziellen Apps für Android und iOs-App.

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So kann das Gerät lediglich als kleiner Ortungschip genutzt werden, um das verlorene Portemonnaie oder die gestohlenen Handtasche wieder zu finden. Zum Telefonieren könnte es gerade für Kinder und Senioren dann doch etwas zu klein und umständlich sein. Dann wäre die Telefonfunktion wieder nur eine nette Nebenfunktion, so wie bei den riesigen Top-Smartphones.

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