Blow-ups: Im Sommer können Betonstrecken gefährlich werden

Durch Hitzeeinwirkung kann Beton bersten, platzen und zerbröseln. (Bild: Getty Images)
Durch Hitzeeinwirkung kann Beton bersten, platzen und zerbröseln. (Bild: Getty Images)

Nicht nur bei Glatteis können Autobahnstrecken für Fahrer und ihre Fahrzeuge gefährlich werden: Durch die anhaltende Hitzewelle reißt es zurzeit an einigen Stellen in Deutschland den Boden auf. Alte Betonstrecken sind von dem Phänomen der Hitzeschäden – auch Blow-ups genannt – besonders häufig betroffen.

Risse in den Gehwegen sind unschön aber nicht wirklich gefährlich. Reißt der Beton aber auf einer Schnellstraße oder Autobahn auf, sind die Folgen oft katastrophal. Wegen der aktuellen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 35 Grad gibt es deswegen auf immer mehr deutschen Autobahnen Tempolimits.

In Baden-Württemberg kündigte das Regierungspräsidium hitzebedingte Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Teilen der A81 sowie der A7 an. Dort sind die Böden besonders alt und neigen daher zu Wölbungen, können sich verziehen und im Extremfall aufplatzen. Erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist hier derzeit 80 km/h. Die Regelung gilt bis Sonntag, den 29. Juli, jeweils in der Zeit von 10:00 bis 20:00 Uhr.

Sogenannte Blow-ups stellen eine große Gefahr für den Verkehr dar, besonders auf Schnellstraßen und Autobahnen. (Bild: Getty Images)
Sogenannte Blow-ups stellen eine große Gefahr für den Verkehr dar, besonders auf Schnellstraßen und Autobahnen. (Bild: Getty Images)

Auch in Sachsen-Anhalt gilt ein Abschnitt der A9 zwischen Weißenfels und Naumburg in Fahrtrichtung München als gefährdet. Hier sollten Fahrer ebenfalls das Tempo drosseln. Ein Auto, das mit hohem Tempo über eine aufgerissene Stelle fährt, könnte einen Totalschaden erleiden und im schlimmsten Fall eine Massenkarambolage verursachen.

Laut ADAC sind bundesweit rund 30 Prozent aller Strecken Betonfahrbahnen. Der Anteil an Strecken aus altem Beton sei noch geringer, sagte eine Sprecherin der Organisation gegenüber der „Bild“. Um aufgeplatzte Fahrbahnabschnitte zu verhindern, werden zum Beispiel in Baden-Württemberg aktuell entsprechende Autobahnabschnitte erneuert oder mit Entlastungsstreifen versehen, heißt es aus dem Regierungspräsidium laut „Bild“.

Beim Einsatz von Entlastungsstreifen werden einzelne Betonsegmente durch elastisches Material ersetzt. Der Fahrbahnboden kann sich dann ausdehnen, ohne dabei Schaden zu nehmen und aufzuplatzen.

Aktuelle Informationen bezüglich Blow-ups findet man auf der Webseite des ADAC unter der Rubrik „Aktuelle Verkehrslage“.

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