Blumio: Rap da News! - Episode 35

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Blumio: Rap da News! - Episode 35
Blumio: Rap da News! - Episode 35

Die Woche vom 03. bis zum 07. Juni im gerappten Rückblick: Blumio über türkische Demonstranten, den Gezi-Park und Ministerpräseident Erdogan.

"Was ist bloß los in der Türkei? Sie demonstrieren, obwohl die Wirtschaftskraft doch steigt. Es scheint als wär das Land in zwei Hälften geteilt. Die einen wollen Erdogan, die anderen wären gern frei!

Erst gingen Menschen für den Gezi-Park demonstrieren. Das konnte Erdogan noch medial retuschieren. Er wollt' den friedlich demonstrierenden das Fürchten lehren. Dazu mussten leider Tränengas und Knüppel her. Die Lage eskaliert, vieles hat sich aufgestaut.

Erdogan hat den Staat nach seinem Willen aufgebaut. Und das nicht nur schlecht, wirtschaftlich geht es ihnen gut. So fragt sich mach einer, woher kommt dann jetzt Wut? Er hat auch viele Sympathien geweckt. Für den türkisch-kurdischen Friedensprozess.

Aber - er ließ leider einen kleinen Teil vermissen. Er hat das Volk zu sehr in seiner Freiheit beschnitten. Und viele Menschen wollen vor ihm nicht mehr zittern. In keinem Land sitzen so viel Journalisten hinter Gittern.

Genau das selbe gilt für Oppositionelle. Streng nach dem Credo mach mal bloß hier keine Welle. Es sind viele kleine Dinge, die sich stauen und nicht die großen Themen. Bitte keinen Lippenstift und keinen Alkohol nach zehn. Sich öffentlich küssen und Händchen halten geht nicht."

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"Vor allem für junge Menschen wurd's allmählich unerträglich. Ganz zu schweigen von seiner Syrienpolitik.  Sagen viele nun: "Diesen Typen, den wollen wir nicht." Und statt zu sagen "Leute, lasst uns reden und verhandeln", beschimpft er und hetzt er jetzt gegen Demonstranten.

Reagiert mit all seiner Staatsgewalt, bringt Menschen für kritische Tweets in die Haftanstalt
drei Tote, 4000 Verletzte, nur weil sie sagen wir brauchen mehr Rechte. Langsam gehen seine Lichter aus. Manche sagen, er wurde demokratisch gewählt, das war Hitler auch. Klar sind die beiden nicht zu vergleichen. Aber Erdogan muss sich jetzt kompromissbereit zeigen.

Zum Glück sieht es ja anders hier aus. Wir können unseren Ministern und der Kanzlerin trauen.
Diskussionen werden offen geführt. Hier beschließt man keine Waffenlieferungen hinter verschlossenen Türen.

Neeeeeeein, hier wird man nicht leicht veräppelt. Blockupy Demonstranten werden nicht von Polizisten eingekesselt. Wir morden nicht, während wir von westlichen Werten labern! Ich glaube Erdogan braucht Merkels PR Berater."