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"Blutbad": Trump verschärft Attacken gegen Migranten und Bidens Grenzpolitik

Der frühere US-Präsident Trump hat seine wütenden Attacken gegen Migranten sowie die Grenzpolitik seines Amtsnachfolgers Biden nochmals verschärft. Bei Wahlkampfauftritten sprach Trump von einem "Blutbad" an der Grenze zu Mexiko. (Alex Wroblewski)
Der frühere US-Präsident Trump hat seine wütenden Attacken gegen Migranten sowie die Grenzpolitik seines Amtsnachfolgers Biden nochmals verschärft. Bei Wahlkampfauftritten sprach Trump von einem "Blutbad" an der Grenze zu Mexiko. (Alex Wroblewski)

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seine wütenden Attacken gegen Migranten sowie die Grenzpolitik seines Amtsnachfolgers Joe Biden nochmals verschärft. Bei einem Wahlkampfauftritt am Dienstag in Grand Rapids im Bundesstaat Michigan sprach Trump von einem "Blutbad" an der Grenze zu Mexiko, das durch die Politik der Biden-Regierung angerichtet worden sei. Er warf Biden vor, für "Plünderei, Vergewaltigungen und Gemetzel" durch Migranten verantwortlich zu sein.

"Es ist ein Blutbad, und es zerstört unser Land", sagte der voraussichtliche erneute Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner in einer Rede, die selbst für seine Verhältnisse besonders düster und aggressiv war. Trump hatte den Begriff des "Blutbads" bereits im März in einer Rede im Bundesstaat Ohio verwendet und damit für viel Empörung bei seinen politischen Gegnern gesorgt. Damals hatte er den Begriff allerdings in einer Redepassage verwendet, in er vor dem Verlust von Arbeitsplätzen in der US-Autoindustrie gewarnt hatte.

Am Dienstag sprach Trump hingegen explizit im Zusammenhang mit der Migrationspolitik von einem "Blutbad". "Joe Bidens Grenz-Blutbad (...) zerstört das Land", sagte er. In einer von apokalyptisch-finsteren Tönen durchsetzten Rede beschrieb Trump die USA als ein Land, das von Drogen überflutet und von ausländischen Banden attackiert werde. Der Rechtspopulist warf Präsident Biden vor, "Gemetzel, Chaos und Mord aus der ganzen Welt" ins Land geholt zu haben.

Trump versprach, dass er im Falle seines Siegs bei der Wahl im November diese Zustände schon am ersten Tag seiner neuen Amtszeit beenden werde. In einer weiteren Rede am Dienstag in Green Bay im Bundesstaat Wisconsin sagte der Ex-Präsident, er werde das Land "ein für alle Male von dem betrügerischen Joe und seinen Migranten-Armeen aus gefährlichen Kriminellen befreien".

Die verunglimpfende Bezeichnung "betrügerischer Joe" ("crooked Joe") verwendet Trump regelmäßig für seinen Amtsnachfolger Biden, mit dem er sich aller Voraussicht nach in einer Neuauflage des Wahlduells von 2020 bei dem Urnengang am 5. November messen wird.

Dabei ist die Migrationspolitik ein Schwerpunkt von Trumps Wahlkampagne. Mit aggressiver Rhetorik bei diesem Thema hatte der Rechtspopulist schon bei seinem Wahlsieg 2016 gepunktet. Parallel zu Trumps Wahlkampfauftritten am Dienstag lancierte die Parteizentrale der Republikaner eine Website, die den "Blutbad"-Begriff im Namen trägt: Auf BidenBloodbath.com warnt die Partei vor einer "Invasion, die von Joe Biden unterstützt und begünstigt wird".

Die Zahl der irregulär in die USA gelangenden Migranten hat unter Biden Rekordhöhen erreicht. Jedoch sind zugleich die Zahlen der Gewaltdelikte in der Amtszeit des Demokraten gesunken, während sie im Jahr 2020 - also im letzten Jahr der Trump-Präsidentschaft - stark angestiegen waren. Biden und seine Demokraten werfen den Republikanern vor, aus wahltaktischem Kalkül und unter dem Druck Trumps einen parteiübergreifenden Kompromiss im US-Kongress zu blockieren, der die Grenzpolitik deutlich verschärfen würde.

dja/kol