Blutspender mit "goldenem Arm" rettet Millionen Kindern das Leben

Vorzeige-Blutspender: James Harrison rettet Leben, seit er 18 Jahre alt ist.

Sie nennen ihn den "Mann mit dem goldenen Arm": Der australische Blutspender James Harrison erweist sich mit seinem außergewöhnlichen Blut seit 60 Jahren als Lebensretter. Der 78-Jährige hat geschätzt schon zwei Millionen Babys vor dem Tod bewahrt, berichtet das australische Rote Kreuz in "CNN". Das Besondere am Blut des Lebensretters: Es enthält extrem seltene Antikörper, die bei Schwangeren die gefährliche Rhesus-Inkompatibilität verhindern.

Hintergrund: Frauen, die ein rhesuspositives Kind bekommen, aber selbst rhesusnegativ sind, bilden eigene Antikörper, wenn es bei der Geburt zu einem Blutkontakt kommt. Jene Antikörper können bei der nächsten Schwangerschaft Blutkörperchen des Kindes zerstören. Die Folgen der Blutarmut reichen von schweren Hirnschäden bis zum Tod des Ungeborenen.

Das Blut von James Harrison verhindert genau diese Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind, indem es die Bildung der gefährlichen Antikörper unterdrückt. Das nahezu einzigartige Harrison-Blut ist seit den 60er-Jahren Basis des Impfstoffs "Anti-D". "Jede Packung, die von diesem Medikament jemals in Australien hergestellt wurde, basiert auf James' Blut", so Jemma Falkenmire vom australischen Roten Kreuz über den Blutspender. Mehr als 17 Prozent aller Australierinnen seien gefährdet.

Dass James Harrison so fleißig Blut spenden geht, ist auf eine Operation zurückzuführen, der er sich als 14-Jähriger unterziehen musste. Da er satte 13 Liter Spenderblut benötigte, als ihm die Ärzte einen Lungenflügel entfernen mussten, wollte er sich als Erwachsener für das soziale Engagement des anonymen Spenders "revanchieren". Forscher vermuten, dass die lebensrettenden Antikörper von eben jener Bluttransfusion herrühren.

Bild Copyright: Twitter/CNN

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