BMW M3 (G80) 2019 Erlkönig zeigt neue Details

feedback@motor1.com (Stefan Wagner)
BMW M3 (G80) 2019 Erlkönig

Das ist der bisher beste Blick auf den neuen Über-3er

Vor ein paar Tagen erst hat BMW seine neue 3er Limousine auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Zunächst einmal natürlich nur in den Hausmannskost-Versionen 320i/330i und 318d/320d/330d. Auf den deutlich angespitzteren M340i xDrive mit 374 PS werden wir noch bis Sommer 2019 warten müssen. Ob es der neue M3 mit dem internen Code G80 da überhaupt noch schafft, sich innerhalb des nächsten Jahres ins 3er-Portfolio zu quetschen, bleibt abzuwarten. Ursprünglich vorgesehen für 2019 war er wohl schon. Wann auch immer er letztlich erscheint, er wird in Anbetracht des merklich versportlichten 340ers nochmal ein gutes Stück besser werden müssen, als das bisher ohnehin schon der Fall war.

Die neuesten Erlkönigbilder vom Nürburgring zeigen nun etwas besser, wie der nächste M3 dieses Projekt angehen will. Dieser Prototyp sieht jedenfalls deutlich weiter entwickelt aus als der letzte, den wir herumbrettern sahen. Unter anderem sind jetzt bereits die Serien-LED-Scheinwerfer und eine mysteriös ausgeformte Motorhaube zu erkennen. Außerdem liegt das Auto deutlich tiefer als das bisher der Fall war. Die großzügig ausgestellten Radhäuser machen M-Fans schon jetzt den Mund wässrig. Bereits der normale 3er hat deutlich mehr Spur als der Vorgänger. Ein Mehr an Spurbreite wird zur Steigerung der Fahrdynamik auch beim neuen M3 erwartet. Am Heck dieses Prototypen scheinen bereits die neu gestalteten Rückleuchten durch. Dazu kommen ein subtiler Heckbürzel und ein eher weniger subtiler Vierrohr-Auspuff, wobei es sich hier sicher noch nicht um das finale Layout handelt.

Wie wir bereits in Erfahrung bringen konnten, basteln die umtriebigen M-Ingenieure bereits an einer neuen Version des 3,0-Liter-Biturbo-Reihensechszylinders, der in den kürzlich angeteaserten Performance-SUVs X3 M und X4 M sein Debüt geben wird. Der S58-Motor soll Gerüchten zufolge um die 450 PS bringen, in weiteren Ausbaustufen aber auch 500 PS knacken können. Das wäre nötig, um leistungstechnisch auf ein Niveau mit den schärfsten Konkurrenten Mercedes-AMG C 63 S und Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio zu gelangen, die beide 510 PS leisten.

Ein weiteres Thema ist die Antriebsart des M3 G80. Einige Medien berichten, dass er den sehr hecklastigen Allradantrieb des aktuellen M5 übernehmen könnte, um seine gesteigerte Kraft besser auf die Straße zu bringen. Für viele eingefleischte M3-Fans wäre das sicher ein Sakrileg. Abwarten, was letztlich dabei herauskommt.

Vermutet wird übrigens, dass ein manuelles Sechsgang-Getriebe im Programm bleibt. Optional soll es wie beim M5 eine Achtgang-Automatik geben. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe würde somit entfallen.

Wann der neue BMW M3 offiziell vorgestellt wird, ist noch nicht bekannt. In der zweiten Jahreshälfte 2019 könnte es aber durchaus soweit sein.