BND-Chef von baldigem Ende der Assad-Regierung überzeugt

Schindler sieht Syriens Führung in der "Endphase"

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, ist von einem baldigen Ende der syrischen Führung um Präsident Baschar al-Assad überzeugt. "Das Regime wird nicht überleben", sagte Schindler. "Es mehren sich die Anzeichen, dass das Regime in Damaskus sich in seiner Endphase befindet."

Die Führung in Damaskus verliere die Kontrolle über immer weitere Teile des Landes, sagte der BND-Chef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Folge davon sei eine "Wagenburgmentalität". Assad konzentriere sich darauf, einzelne Gebiete zu halten, vor allem die Hauptstadt Damaskus sowie Kasernen und Flugplätze. "Bei den Gruppen des bewaffneten Widerstands wird gleichzeitig die Koordinierung immer besser. Das macht den Kampf gegen Assad effektiver", sagte Schindler der "FAS".

Die oppositionelle Syrische Nationale Koalition kündigte derweil die Bildung eines Militärrats zur Koordinierung der Kampfeinheiten an. Der Militärrat werde die Kommandeure der bislang existierenden einzelnen Militärräte sowie die Kampfeinheiten unter einem Dach vereinen, sagte der Generalsekretär der Koalition, Mustapha Sabbagh, der Nachrichtenagentur AFP.

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