Vom saudischen Königshaus: Boeing nach nur 42 Flugstunden ausgemustert

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Zehn Jahre lang stand auf einem Schweizer Flughafen ungenutzt eine Boeing 747. Gekauft wurde das Flugzeug einst vom saudischen Königshaus. Der Listenpreis damals: rund 300 Millionen Dollar. Jetzt befindet sich der Jumbo auf einem Flugzeugfriedhof.

EVERETT, WA - FEBRUARY 28:  A Boeing 747-8 Intercontinental airliner which will be delivered to an undisclosed VIP customer, taxis before taking off at the Paine Field February 28, 2012 in Everett, Washington. The 747-8 Intercontinental, which includes more fuel efficiency and quieter engines, is the largest airliner manufactured by Boeing.  (Photo by Stephen Brashear/Getty Images)
Eine Boeing 747-8 wurde ausgemustert - nach 10 Jahren Stillstand. (Bild: Stephen Brashear/Getty Images)

Mehrere hundert Millionen Dollar ließ sich das Königshaus von Saudi-Arabien seinerzeit eine Boeing 747-8 kosten. Verwendung hatte es für den Jumbo-Jet offenbar nicht, er stand fast zehn Jahre lang ungenutzt am Baseler Flughafen Euro Airport. Vor wenigen Tag hob das Flugzeug endlich ab – um vermutlich seiner Verschrottung entgegenzufliegen.

Denn das Ziel des Flugs war der Pinal Airpark in Marana im US-Bundesstaat Arizona, berichtet die "Welt", ein privater "Flugzeugfriedhof", auf dem hunderte ausgemusterter Flugzeuge Rost ansetzen. Dort wird die Boeing 747 wohl das Gleiche Schicksal ereilen wie viele andere ausgediente Flieger auch: Sie wird ausgeschlachtet und die Einzelteile werden weiterverkauft.

Traurige Geschichte einer ungenutzten Boeing

Dabei hatte der Riesen-Jet gerade einmal 42 Flugstunden auf dem Buckel. Durch seinen letzten Flug von Basel bis Marana sind einige weitere Stunden dazu gekommen, an der spektakulären Tatsache ändert das nichts: Keine andere Boeing dürfte weniger geflogen sein als dieses Exemplar. Klar, dass ein solches Kuriosum auf Interesse stößt. Eine Aufnahme, die ein Planespotter vom Start des Jumbos auf dem Flughafen von Basel machte, haben sich auf YouTube schon mehr als 34.000 Nutzer angeschaut.

Dass es mit der Boeing 747-8 einmal so enden würde, hätte am wenigsten das saudische Königshaus vermutet. Vor rund zehn Jahren hatte es den Flieger bestellt, der Listenpreis betrug seinerzeit 300 Millionen Dollar. In den Genuss des Luxus-Jets sollte einmal den Kronprinzen Sultan Bin Abdulaziz kommen, das Schicksal wollte es aber anders: Der Thronfolger starb 2011, ein Jahr bevor die Maschine ausgeliefert wurde.

Damit nahm die traurige Geschichte der Boeing 747-8 ihren Anfang. Auf einem Friedhof für Flugzeuge droht nun endgültig der Vorhang zu fallen. Ruhe in Frieden, Jumbo.

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