Boeing erhält weiteren Großauftrag für 737 MAX

Rückenwind für US-Flugzeugbauer Boeing

Trotz des derzeit geltenden Flugverbots hat der US-Flugzeugbauer zwei große Aufträge für seine 737-MAX-Maschinen erhalten: Auf der Messe Airshow in Dubai teilte Boeing am Dienstag mit, eine Airline habe 20 Maschinen bestellt - den Namen nannte Boeing nicht. Am Montag hatte bereits die türkische Sun Express zehn 737 MAX geordert. Air Astana aus Kasachstan unterzeichnete zudem eine Absichtserklärung für den Kauf von 30 Maschinen.

Der Katalogwert der fest georderten Maschinen für die ungenannte Airline beträgt 2,3 Milliarden Dollar (2,08 Milliarden Euro); dazu kommen 1,2 Milliarden Dollar für die zehn Maschinen für Sun Express.

Air Astana erklärte am Dienstag in Dubai, die feste Bestellung von 30 Maschinen werde in den kommenden Monaten erfolgen. Laut Boeing sollen die 737-MAX das "Rückgrat" für die Billigfluglinie des kasachischen Unternehmens, FlyArystan, werden. Air-Astana-Chef Jens Bischof sagte, das Unternehmen habe "volles Vertrauen" darin, dass Boeing "sichere, verlässliche und effiziente Flugzeuge" liefere.

Boeing steckt nach zwei Abstürzen von Maschinen des Typs 737 MAX in einer tiefen Krise. Seit März gilt für das Modell wegen der Abstürze mit insgesamt 346 Todesopfern ein weltweites Flugverbot. Zuletzt hatte der US-Flugzeugbauer mitgeteilt, er gehe davon aus, dass der kommerzielle Einsatz der Flugzeuge ab Januar wieder möglich sein wird.