Bombe tötet drei Zivilisten im Süden Thailands

Bombe tötet drei Zivilisten im Süden Thailands

Nach mehreren Monaten der Ruhe hat abermals ein Bombenanschlag den Süden Thailands erschüttert: Bei der Explosion auf einem Markt in der Stadt Yala seien drei Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Bombe sei in einem Motorrad versteckt gewesen, das vor einem Marktstand für Schweinefleisch abgestellt worden sei.

Die Polizei stufte das Attentat als "ernsthaft" ein. In Yala hatte es seit zwei Jahren keinen Anschlag mehr gegeben. Der gesamte muslimische Süden Thailands, wo es regelmäßig solche Attentate gibt, war in den vorangegangenen Monaten vergleichsweise ruhig geblieben, die Zahl der Anschlagsopfer war 2017 so niedrig wie seit 13 Jahren nicht mehr.

Wer hinter dem Anschlag steckt, blieb zunächst unklar. Der an Malaysia grenzende Süden Thailands ist seit Jahren Schauplatz eines blutigen Aufstands muslimischer Rebellen, bei dem seit 2004 bereits 7000 Menschen getötet wurden. Die muslimische Region steht erst seit rund hundert Jahren unter Kontrolle des buddhistischen Königreichs Thailand. Kritiker betrachten Thailands Herrschaft dort als Besatzung und wehren sich dagegen.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen